Großer Kauf

Rheinmetall-Chef Armin Papperger kauft Aktien für rund 500.000 Euro – kurz nach Kurssturz

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

17:30 SAT.1 Hamburg und Schleswig-Holstein

Rheinmetall: Ministerpräsident Günther besucht Standort in Flensburg (23. Oktober)

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Erst kürzlich brach die Rheinmetall-Aktie ein, dann reagierte der Konzernchef: Armin Papperger investiert rund eine halbe Million Euro in eigene Papiere. Ein Signal an verunsicherte Anleger:innen?

Rheinmetall-Chef Armin Papperger hat Aktien seines eigenen Unternehmens im Wert von mehr als einer halben Million Euro gekauft. Wie das Finanzportal "4investors.de" berichtet, erwarb der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag (5. November) insgesamt 585 Rheinmetall-Aktien.

Der durchschnittliche Kaufpreis habe bei 858,9477 Euro je Aktie gelegen, das Gesamtvolumen betrage 502.484,40 Euro. Das gehe aus einer Mitteilung zu Eigengeschäften von Führungskräften hervor. Auch das Finanzportal "finanzen.net" bestätigte den Aktienkauf.

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Rheinmetall senkte eigene Prognose

Noch am selben Tag hatte Rheinmetall bekanntgegeben, dass der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 38 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro geklettert war – das operative Ergebnis legte sogar um 69 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Allein im dritten Quartal wuchs der Umsatz um knapp ein Drittel auf 3,15 Milliarden Euro, die operative Marge verbesserte sich von 14,8 auf 17,5 Prozent.

Gleichzeitig hatte das Düsseldorfer Unternehmen seine Jahresprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr zurückgenommen: Statt der bisher angepeilten 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro rechnet der Vorstand nun nur noch mit rund 13,2 Milliarden Euro Umsatz für 2026.

Als Grund nannte Rheinmetall drohende Verzögerungen beim Boxer-Truppentransporterprogramm sowie bei der Lieferung von Artilleriemunition. Bereits im August hatte der Konzern seinen Ausblick gesenkt, nachdem das Bundesverteidigungsministerium das milliardenschwere Fregattenprojekt F126 gestoppt hatte.

Rheinmetall-Aktien zuletzt stark eingebrochen

An der Börse quittierte man die Nachrichten mit einem massiven Kurseinbruch von zeitweise rund 16 Prozent. JPMorgan-Analyst David Perry kommentierte, die Strategie des Konzerns sei grundsätzlich nicht falsch, die bisherigen Ziele seien aber wohl unrealistisch gewesen.

Konzernchef Armin Papperger hingegen zeigte sich unbeeindruckt und betonte, das Wachstum sei solide und nachhaltig. Die gute Auftragslage ermögliche den weiteren Kapazitätsausbau.



Verwendete Quellen:

finanzen.net: "EQS-DD: Rheinmetall AG: Armin Theodor Papperger, Kauf"

Nachrichtenagentur dpa

4investors.de: "Rheinmetall: CEO Papperger kauft nach Kurssturz Aktien für 500.000 Euro"

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