Wegen Protesten
Auswärtiges Amt warnt Frankreich-Reisende: Das müssen Urlauber unbedingt wissen
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Frankreich: Proteste eskalieren
Videoclip • 01:32 Min • Ab 12
Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte, Hunderte verletzte Polizist:innen: Nach den schweren Ausschreitungen bei Massenprotesten in Frankreich schlägt das Auswärtige Amt Alarm – und mahnt Reisende zu besonderer Vorsicht.
Wer dieser Tage einen Frankreich-Urlaub plant oder sich gerade im Land befindet, sollte genau hinschauen: Das Auswärtige Amt hat im Nachgang der massiven Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten seine Reisehinweise für Frankreich aktualisiert.
Die Botschaft ist eindeutig: "Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich", heißt es auf der offiziellen Internetseite des Ministeriums.
Hintergrund ist ein Wochenende mit eskalierenden Protesten in Frankreich. Rund eine halbe Million Menschen war landesweit auf die Straße gegangen, darunter Schüler:innen, Student:innen, Gewerkschafter:innen und Beschäftigte mit niedrigen Löhnen.
Auch in den News:
Weitere Eskalation nicht ausgeschlossen
Das Auswärtige Amt betont, dass mit weiteren Protesten "und ggf. Ausschreitungen in den kommenden Tagen" zu rechnen sei. Wer sich dennoch in Frankreich aufhält, sollte unbedingt auf die Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte hören.
Besonders brisant: Das Ministerium weist ausdrücklich auf neue gesetzliche Regelungen in Frankreich hin, die ernsthafte finanzielle Konsequenzen haben können. "Beachten Sie, dass aufgrund von neuen Gesetzesänderungen Geldbußen und Schadensersatzforderungen drohen, wenn man sich nach Aufforderung nicht von ungenehmigten und gewalttätigen Demonstrationen entfernt", zitiert das Ministerium aus seinen Reisehinweisen.
Wer also trotz Aufforderung in der Nähe solcher Veranstaltungen verharrt, riskiert nicht nur seine Sicherheit – sondern auch sein Portemonnaie.
Macron kündigt mögliche Demonstrationsverbote an
Die politische Lage bleibt angespannt. Präsident Emmanuel Macron kündigte in einer Fernsehansprache an, dass Präfekten in Absprache mit Bürgermeister:innen künftig Versammlungen notfalls auch verbieten könnten.
Außerdem gab er bekannt, dass die Polizeiarbeit auf den Prüfstand komme. "Wer zerstört hat, muss dafür bezahlen. Wer geplündert hat, muss den Schaden ersetzen. Wer versucht hat, die Republik zu stürzen, wird dafür zur Rechenschaft gezogen", sagte Macron unmissverständlich.
Für den 5. November gibt es bereits einen neuen Aufruf zu weiteren Protesten. Die Lage in Frankreich dürfte also vorerst unruhig bleiben – und das Auswärtige Amt dürfte seine Reisehinweise im Blick behalten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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