Krieg in Nahost
Fragiler US-Iran-Deal? Warum die nächsten zwei Wochen so gefährlich sind
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Iran-Krieg: Trump kündigt Waffenruhe an
Videoclip • 02:45 Min • Ab 12
Die Feuerpause im Iran-Krieg lässt die Welt kurz aufatmen. Doch widersprüchliche Signale und offene Fronten machen klar: Der Weg zum Frieden ist noch weit. Was jetzt wichtig wird.
Das Wichtigste in Kürze
Eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg sorgt zunächst für Erleichterung – doch viele Fragen bleiben offen.
Ein umstrittener Zehn-Punkte-Plan, neue Angriffsberichte und Streit über den Libanon dämpfen die Hoffnung.
Die kommenden zwei Wochen könnten über Krieg oder Neubeginn entscheiden.
Die USA und der Iran haben sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe verständigt. Gleichzeitig wurde eine Öffnung der strategisch bedeutenden Straße von Hormus angekündigt. Die Vereinbarung sorgte international zunächst für Erleichterung.
Ob daraus ein dauerhafter Frieden entstehen kann, bleibt jedoch offen. Ein Überblick über die Eckpunkte der Einigung - und deren Sollbruchstellen.
Zehn-Punkte-Plan: Das fordert Teheran
Offiziell bestätigt ist der Inhalt des iranischen Vorschlags bislang nicht. Laut Berichten iranischer Nachrichtenagenturen, auf die sich die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beruft, umfasst der Plan jedoch weitreichende Forderungen. Demnach verlangt der Iran unter anderem:
eine dauerhafte Einstellung aller militärischen Angriffe
die Aufhebung internationaler Sanktionen und von UN-Strafmaßnahmen
die Kontrolle über die Straße von Hormus
die Erlaubnis zur Urananreicherung, jedoch ohne Bau von Atomwaffen
Kriegsentschädigungen und den Abzug von US-Truppen aus der Region
ein Ende des Krieges an allen Fronten, einschließlich des Libanon
Im Gegenzug will sich Teheran laut den Berichten zu regionalen Gesprächen über Friedensabkommen bereiterklären.
Auch in den News:
Hält die Feuerpause wirklich?
Schon kurz nach der Verkündung gab es laut dpa Berichte über neue Angriffe. In Israel sei es erneut zu Raketenalarm gekommen, auch aus dem Westen Irans seien Explosionen gemeldet worden.
Besonders umstritten ist die Frage, ob die Waffenruhe auch den Libanon einschließt. Während iranische Stellen dies behaupteten, erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Libanon sei ausdrücklich ausgenommen. Entsprechend meldeten libanesische Medien weitere israelische Angriffe im Süden des Landes.
USA oder Iran – wer setzt sich durch?
US-Präsident Donald Trump stellte die Einigung als Erfolg für Washington dar. International fällt die Bewertung deutlich nüchterner aus. Expert:innen weisen darauf hin, dass der Iran trotz militärischer Schwächung viele seiner Kernforderungen im Raum halten könne.
Sicherheitsexperte Carlo Masala sprach im Deutschlandfunk sogar von einer möglichen strategischen Niederlage der USA. In dem Zehn-Punkte-Plan "ist ja wenig iranisches Entgegenkommen gegenüber den amerikanischen Forderungen von Beginn an drin", unterstrich er.
Wie geht es jetzt weiter?
Die kommenden Tage gelten als entscheidend. Pakistan, das eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung spielte, kündigte weitere Gespräche für Freitag (10. April) in Islamabad an. Erwartet würden dort:
Delegationen aus den USA und dem Iran
mögliche Vertreter:innen aus Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten
zusätzliche diplomatische Initiativen aus Europa
Auch Großbritannien und Deutschland wollten sich stärker einbringen, um die Waffenruhe zu stabilisieren und die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu sichern.
Ob die kommenden zwei Wochen den Weg zu einer dauerhaften Lösung ebnen oder nur eine Pause vor der nächsten Eskalation sind, bleibt ungewiss. Klar ist: Die Welt blickt gespannt nach Washington, Teheran – und Islamabad.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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