Rutte reagiert
Wohnhaus in Galati: Rumänien erhält nach Einschlag russischer Drohne NATO-Unterstützung
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Russische Drohne trifft Kraftwerk in Estland (25. März)
Videoclip • 01:07 Min • Ab 12
Erneut ist auf NATO-Gebiet eine russische Drohne eingeschlagen. Rumänien hatte das Verteidigungsbündnis um Unterstützung gebeten – die soll nun kommen.
Die NATO hat Rumänien nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohnhaus einen Ausbau der Abwehrfähigkeiten in Aussicht gestellt. "Wir verurteilen Russlands Rücksichtslosigkeit, und die NATO wird ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter stärken – auch gegen Drohnen", teilte Sprecherin Allison Hart mit.
Generalsekretär Mark Rutte stehe nach dem Einschlag der Drohne in Kontakt mit den rumänischen Behörden. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als Russland ukrainische Infrastruktur nahe der Grenze angegriffen habe.
Das EU- und NATO-Land Rumänien hatte zuvor um Unterstützung gebeten. Wie das Außenministerium in Bukarest mitteilte, soll vor allem der Transfer von Drohnenabwehrtechnik beschleunigt werden.
Rumänien will über diplomatischen Weg antworten
In einer Erklärung des rumänischen Außenministeriums auf Facebook hieß es, das Land werde diese "gravierende Verletzung des internationalen Rechts und seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten".
Russland trage die "direkte Verantwortung für diese schlimme und verantwortungslose Aktion". Mit maximaler Entschlossenheit werde Rumänien dafür eintreten, "dass der internationale Druck auf die Russische Föderation zum sofortigen und umfassenden Ende des Beschusses verstärkt wird".
Der Einschlag der Drohne in Galati löste einen Brand im zehnten Stock des Wohnblocks aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium in Bukarest mitteilte. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich in der Nacht auf den Weg zum Einsatzort.
Galati liegt an der Donau, die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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