Krieg im Nahen Osten

Für zwei Wochen: USA und Iran vereinbaren Waffenruhe – Straße von Hormus soll geöffnet werden

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Feuerpause zwischen USA und Iran

Videoclip • 01:03 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Nach tagelanger Eskalation haben Washington und Teheran eine zweiwöchige Feuerpause vereinbart. Zentraler Bestandteil des Deals ist die Öffnung der Straße von Hormus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im letzten Moment ist die militärische Eskalation im Konflikt zwischen Iran und USA vorerst gestoppt worden.

  • Beide Staaten vereinbarten eine zweiwöchige Feuerpause.

  • Auslöser des Durchbruchs ist die zugesagte Öffnung der Straße von Hormus durch Teheran.

Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen. Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte. Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Die US-Nachrichtenseite "Axios" zitierte einen US-Beamten, wonach die Waffenruhe beginne, sobald der Iran die Straße von Hormus öffne.


- Anzeige -
- Anzeige -

Pakistan vermittelt zwischen USA und Iran

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von den zuletzt angedrohten Angriffen abzusehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Man habe einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten und glaube, dass dieser eine "praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet."

Laut der "New York Times" geht es bei den zehn Punkten darum, sämtliche gegen den Iran verhängten Sanktionen für den Iran aufzuheben. Laut der US-Nachrichtenseite "Axios" wollen US-Vertreter mit den iranischen Unterhändlern an diesem Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad verhandeln.

Auch in den News:

Ölpreise brechen nach Ankündigung ein

Direkt nach der Verkündung der Waffenruhe haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Auch die Börsenkurse in Ostasien sind kräftig gestiegen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte am Mittwochmorgen (Ortszeit) um 4,4 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise rund 6 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea hat aufgrund der starken Kursbewegung gar vorübergehend den Handel ausgesetzt, um die extreme Volatilität zu dämpfen. Der australische S&P ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von über 2,6 Prozent ebenfalls positiv.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken