Verhandlungen über Atomprogramm

Im Fall eines US-Angriffs: Iran droht mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

:newstime

US-Militärschlag gegen Iran möglich (19. Februar)

Videoclip • 01:37 Min • Ab 12


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Die Situation im Iran-Konflikt spitzt sich zu. Donald Trump setzt dem Regime eine Frist – Teheran zeigt sich im Gegenzug kämpferisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran droht den USA, im Falle eines Angriffs "entschlossen und angemessen" zurückzuschlagen.

  • Trump hatte dem Iran gedroht, sollte es nicht innerhalb von zehn bis 15 Tagen zu einer Einigung um das Atomprogramm kommen.

  • Vor der Küste Irans befinden sich zahlreiche US-Streitkräfte, Marineschiffe und Kampfjets; auch der Iran hat dort in den vergangenen Tagen Übungsmanöver durchgeführt.

Angesichts Trumps Drohung im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit Iran hat Teheran mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen gedroht. Im Fall eines Angriffs würden "alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region (...) legitime Ziele darstellen." Das geht aus einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen an UN-Generalsekretär António Guterres hervor.

Man strebe, so der Botschafter weiter, "weder Spannungen noch Krieg an" und werde "keinen Krieg beginnen". Der Iran sei an einer diplomatischen Einigung interessiert und halte es für möglich, "eine dauerhafte und ausgewogene Lösung" im Konflikt um das iranische Atomprogramm zu erreichen.

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Drohkulisse vor iranischer Küste

Washington und Iran verhandelten zuletzt in Genf über das Atomprogramm, ohne einen Durchbruch zu erzielen. US-Präsident Donald Trump zeigt sich zunehmend ungeduldig und drohte wiederholt dem iranischen Regime mit militärischen Konsequenzen.

Das US-Militär besitzt zahlreiche Stützpunkte mit zehntausenden Soldat:innen im Nahen Osten. Gleichzeitig drohte der Iran laut "The Independent" am Dienstag (17. Februar), US-Kriegsschiffe zu versenken.

Trump baut eine Drohkulisse nahe des Persischen Golfs auf. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln wurde in dieser Woche nahe der Küste Omans gesichtet. Bald soll das weltgrößte Kriegsschiff, die USS Gerald R. Ford, dazukommen. Weitere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge werden in die Region gebracht. Der Iran führte unterdessen selbst Marineübungen mit russischen Streitkräften im Golf von Oman aus und feuerte Raketen in der Straße von Hormus ab.

Auch in den News:

Trump setzt Ultimatum: zehn bis 15 Tage

Am Donnerstag (19. Februar) setzte Trump dem Iran beim Treffen des Friedensrats eine Frist von zehn bis 15 Tagen, um erfolgreich ein Abkommen zu schließen. Er drohte: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich."

Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde "wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", in welche Richtung sich der Konflikt entwickeln werde.

Die USA wollen mit dem Abkommen verhindern, dass der Iran Atomwaffen baut. Das iranische Regime zeigt sich kooperationsbereit, wenn im Gegenzug harte Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. Über sein Raketenprogramm will der Iran jedoch nicht verhandeln. Immer wieder beteuert das Regime, das Atomprogramm diene nicht der Entwicklung von Atomwaffen, sondern zivilen Zwecken.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

The Independent: "Trump-Iran latest: US president gives 10-day ultimatum to Tehran to agree to deal or 'bad things happen'"

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