Abfangeinsatz

Putins Bomber vor Alaska: Russland provoziert mit Flugmanöver

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

Ein russischer strategischer Bomber Tu-95 MS im Flug während der Militärparade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau. (Symbolbild)

Bild: Yuri Kochetkov/epa/dpa


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Abfangeinsatz vor dem US-Bundesstaat Alaska: Ein russischer Bomber sowie mehrere Kampfflugzeuge sind in die Luftverteidigungszone eingedrungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Langstreckenbomber sowie drei weitere russische Flugzeuge sind in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska geflogen.

  • Es kam zu einem Abfangeinsatz der nordamerikanischen Luftraumverteidigung, welche von den USA und Kanada gemeinsam organisiert wird.

  • Solche Provokationen gelten nicht als Bedrohung, sie dienen der Überprüfung der Verteidigungsfähigkeit betroffener Staaten.

Vor dem US-Bundesstaat Alaska sind am Donnerstag (19. Februar, Ortszeit) russische Bomber und Kampfflugzeuge in die Luftverteidigungszone eingedrungen. Daraufhin stiegen mehrere Militär-Maschinen zu einem Abfangeinsatz auf.

Nach Angaben des Kommandos für nordamerikanische Luftraumverteidigung (Norad) waren zwei russische Langstreckenbomber des Typs TU-95, zwei Kampfjets des Modells SU-35 sowie ein Luftraumaufklärungsflugzeug vom Typ SU-35 im Dienste Moskaus in der Luft.

Sie seien von den eingesetzten Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, hätten jedoch nicht den kanadischen oder US-amerikanischen Luftraum verletzt.

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Die Norad, welche von den USA und Kanada gemeinsam betrieben wird, teilte mit, dass je zwei Kampfjets vom Typ F-16 und F-35, vier Tankflugzeuge des Modells KC-135 sowie ein Awacs-Flugzeug zur Luftraumaufklärung vom Typ E-3 im Einsatz waren. Unklar ist, ob es sich ausschließlich um US-Maschinen handelt oder auch kanadische Flugzeuge an der Eskortierung beteiligt waren.

Russland testet wohl Verteidigungsfähigkeit

Solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen kommen laut Norad-Angaben regelmäßig vor und würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Militärexpert:innen gehen davon aus, dass mit solchen Manövern die Verteidigung der betroffenen Staaten einem Test unterzogen werden soll. Sowohl im August als auch im September des vergangenen Jahres kam es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Flugzeugen nahe Alaska, berichtet CBS News.

Bei der Luftverteidigungszone handelt es sich nicht um einen Teil des Hoheitsgebiets. Vor dem Luftraum eines Staates ist sie verortet und erfüllt gewissermaßen die Funktion einer Pufferzone. Alle Flugzeuge, die in die Luftverteidigungszone fliegen, müssen sich identifizieren und ihre Koordinaten übermitteln. Laut Norad gewährleisteten diese Maßnahmen die nationale Sicherheit.

Auch in den News:


Verwendete Quellen

CBS News: "U.S. fighter jets intercept Russian warplanes off Alaskan coast"

Nachrichtenagentur dpa

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