Nach dem Rücktritt
Ministerpräsident Markus Söder zollt Spahn Respekt für "persönliche Entscheidung"
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Kritik gegen Spahn eskaliert
Videoclip • 54 Sek • Ab 12
Am Ende war die Empörung in der Union zu groß: Unionsfraktionschef Jenas Spahn zieht die Reißleine und tritt zurück. CSU-Chef Markus Söder zollt ihm für diesen Schritt nun Respekt.
CSU-Chef Markus Söder hat Unionsfraktionschef Jens Spahn für dessen Rücktritt seinen Respekt gezollt. Dies sei "eine persönliche Entscheidung, dafür gebührt ihm Respekt. Ich danke Jens Spahn für die sehr gute Zusammenarbeit, gerade in schwierigen Zeiten", sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur.
Jens Spahn teilte Rücktritt in Schreiben mit
Auch CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek lobte die Lebensleistung von Spahn ausdrücklich. Er habe "großen Respekt" vor dem Schritt, den Spahn jetzt gegangen sei. Zugleich erinnerte Holetschek an die "Verpflichtung für den Schutz und die Würde zum Lebensbeginn des Kindes". Das sei tatsächlich etwas, "was mich bewegt bei all der Diskussion, die schon richtig ist, dass wir das Verbot der Leihmutterschaft sehen und all die Dinge. Es ist ein Kind auf die Welt gekommen, das möglicherweise irgendwann mal auch sehen wird, was in dieser Zeit passiert ist".
Unionsfraktionschef Jens Spahn hatte zuvor in einem Schreiben an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag mitgeteilt, von seinem Amt zurücktreten zu wollen. Ihm sei in den letzten Tagen bewusst geworden, dass sein persönliches Glück, eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar sei mit seinem politischen Amt, heißt es darin. Spahn war zuletzt immer stärker unter Druck geraten, weil er und sein Mann die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hatten. Auch Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte einen Rücktritt gefordert.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichteagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Betriebsdirektor muss gehen
Aus für Top-Funktionär: FIFA schmeißt Infantino-Kritiker Lamour raus

Drohgebärden aus den USA
"In Grund und Boden bombardieren": Trump geht auf den Oman los

Mecklenburg-Vorpommern
Belästigungsvorwürfe: Grüne-Fraktionschefin Oehlrich tritt zurück

Nächstes Naturphänomen
Mondfinsternis in Deutschland: Wann genau kannst du sie bestaunen?

Reifenteile aufgesammelt
Vorfall mit Boeing 787 – Münchner Flughafen knapp Katastrophe entgangen

Drohkulisse vor deutscher Küste
Putins Marine rückt vor: Hyperschall-Fregatte in der Ostsee



