Leihmutterschaftsskandal

Krise in der CDU: Jens Spahn tritt als Fraktionsvorsitzender zurück

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Kritik gegen Spahn eskaliert

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Nach tagelangem Beschuss zieht Jens Spahn die Reißleine. In einem Schreiben an die Unionsfraktion erklärt er seinen Rücktritt vom Amt des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden

Der Fraktionschef der CDU und CSU im Bundestag, Jens Spahn, tritt mehreren Medienberichten zufolge zurück. In einem Schreiben an die Fraktion soll er verkündet haben: "Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete."


NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bedauert Rücktritt

Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte das Baby zur Welt. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus. Spahn selbst hatte sich in der Vergangenheit ebenfalls dagegen positioniert.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bedauert Rücktritt: "In der Entscheidung von Jens Spahn zum Rückzug liegt eine große Tragik", erklärte der Politiker. "Ich bedaure diesen Schritt persönlich sehr und kann ihn zugleich gut nachvollziehen. Ich bin überzeugt: Viele Menschen werden das Dilemma zwischen politischem Anspruch und persönlicher Realität wahrgenommen haben." Wüst befand, dass die Debatte in den vergangenen Tagen an vielen Stellen überzogen geführt worden sei. "Dennoch waren viele gestellte Fragen natürlich berechtigt", sagte er.

Aus den eigenen Reihen gab es bereits am Freitag (17. Juli) Rücktrittsforderungen: "Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten", sagte Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Daniel Peters der "Bild". Spahn selbst legte die Entscheidung über seine politische Zukunft im Amt in die Hand der Abgeordneten von CDU und CSU. "Ich werde die Frage, wie es weitergeht, mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen", sagte er der "Bild".

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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