Er wird Parteichef

Burnham vor Wahl zum Premier: So will der "König des Nordens" Großbritannien revolutionieren

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von Emre Bölükbasi

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Burnham will Macht neu verteilen (30. Juni)

Videoclip • 59 Sek • Ab 12


Die Labour-Partei wählt ihren neuen Chef – und der populäre Politiker Burnham hat keinen Gegenkandidaten. Der wohl neue Premier verspricht die größte Machtumverteilung in der Geschichte des Landes. Was er jetzt vorhat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Starmers Rücktritt kündigt der wohl künftige britische Premier Andy Burnham eine radikale Machtwende an.

  • Er will den Regierungsapparat dezentralisieren und Teile von London nach Manchester verlegen.

  • Die Wahl des Labour-Politikers zum Parteichef gilt als Formsache, kommende Woche wird er dann voraussichtlich mit der Regierungsbildung beauftragt.

Seine Anhänger:innen nennen ihn den "König des Nordens", jetzt soll Andy Burnham die Labour-Partei wieder zu alter Stärke führen: Nach der Rücktrittanskündigung von Premierminister Keir Starmer wählt die Partei ihn am Freitag (17. Juli) zum neuen Parteichef.

Da es keine Gegenkandidaten gibt, gilt die Wahl als Formsache. Am Montag (20. Juli) soll er dann von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt werden.

Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester hatte mit lockeren Sprüchen und radikalen Versprechen vor kurzem seine Vision für Großbritannien präsentiert. Seine Botschaft ist klar: Westminster sei "kaputt", das Vereinigte Königreich stecke "in einer Sackgasse".


Dezentralisierung als Kernprojekt

Im Mittelpunkt von Burnhams Agenda steht eine umfassende Machtverschiebung:

  • Abschied von Whitehall: "Die Zeiten, in denen Whitehall gegen die Dezentralisierung der Macht an die Regionen und Länder gekämpft hat, sind endgültig vorbei", verkündete der Labour-Politiker.

  • "Number 10 North": Teile des Regierungsapparates sollen aus der Downing Street nach Manchester verlegt werden.

  • Mehr Kompetenzen für Regionen: Kommunen und Bürgermeister:innen erhalten deutlich mehr Entscheidungsmacht.

Die Zehn-Jahres-Mission

Burnham orientiert sich an seiner Politik in Manchester und verspricht "radikalen Wandel". In zehn Jahren will er in mehreren Bereichen des öffentlichen Lebens wichtige Änderungen herbeiführen – unter anderem folgende Punkte.

Wirtschaft und Lebensstandards

  • Wachstum in "jeder Postleitzahl"

  • Reform der Gewerbesteuer zur Wiederbelebung von Pubs und Einzelhändler:innen

Bildung

  • Gleichstellung von akademischer und beruflicher Bildung

  • Ende eines Schulsystems, das "ausschließlich auf den Weg zur Universität ausgerichtet ist"

  • mehr Praktikums- und Ausbildungsplätze

Sozialpolitik

  • "Das größte Programm zum Bau von Sozialwohnungen seit der Nachkriegszeit" zur Bekämpfung der Wohnungskrise


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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