Selenskyj verkündet Erfolge
"Operation Spinnennetz" der Ukraine setzt Putins Truppen unter Druck
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von Christopher Schmitt:newstime
Selenskyj: "Operation Spinnennetz" trifft Russland schwer
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Laut Wolodymyr Selenskyj hat die Ukraine mit der "Operation Spinnennetz" Russland entscheidend getroffen. Kiews Plan fußt auf mindestens zwei entscheidenden Faktoren.
"Für den Besatzer gibt es im Süden und Osten unseres Landes praktisch keine sicheren Straßen mehr", erklärte Wolodymyr Selenskyj in seiner Videoansprache am Montagabend (1. Juni). Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten hat die "Operation Pawutina" (Spinnennetz) "vieles verändert" – und bringt Russlands Streitkräfte im Ukraine-Krieg zunehmend in die Bredouille.
Mehrere von der ukrainischen Armee gesponnene Fäden laufen im sogenannten "Spinnennetz" zusammen, in dem sich Wladimir Putins Truppen verheddern sollen. Selenskyj nannte zum einen koordinierte Kommandoeinsätze hinter den feindlichen Linien als entscheidenden Faktor.
Im Rahmen der Operation würden außerdem neu entwickelte Drohnen mit größerer Reichweite eingesetzt, die Raffinerien sowie Waffenfabriken ins Visier nehmen und somit die russische Militär- sowie Erdölindustrie empfindlich treffen. "Unsere Soldaten sind nun in der Lage, die russische Militärlogistik praktisch bis in die gesamte Tiefe des vorübergehend besetzten Gebiets zu treffen." Potenziell könnten die Drohnen auch mehrere tausend Kilometer hinter die Grenze der Russischen Föderation eindringen. Weitere Details wollte der ukrainische Präsident nicht nennen.
Benzin wird auf der Krim zum raren Gut
Insbesondere die asymmetrische Kriegsführung würde Russland Selenskyj zufolge vor Probleme stellen und sowohl in den besetzten Gebieten in der Ostukraine als auch auf der vom Kreml annektierten Halbinsel Krim für Versorgungsengpässe sorgen.
Im Mai ließ sich beobachten, wie effektiv die Drohnenflüge sind: Insgesamt 16 russische Raffinerien wurden im vergangenen Monat beschädigt, darunter acht der zehn größten. Unter anderem hat die Ukraine eine russische Ölanlage in Noworossijsk in Brand gesetzt. Die ukrainischen Angriffe beeinträchtigen Russlands Rohölverarbeitung, die sich auf dem niedrigsten Stand seit einer Dekade befindet. Zu spüren bekommt das etwa die Bevölkerung der besetzten Krim. Tanken ist dort seit dem vergangenen Wochenende (30. und 31. Mai) nur noch möglich, wenn Autofahrer:innen Bezugsscheine vorweisen oder sich mit einer geringen Tankfüllung zufriedengeben. Nach Angriffen auf die Ölindustrie hatte Russland vor kurzem erstmals die Ausfuhr von Kerosin untersagt.
Unterdessen gehen auch Russlands Angriffe auf mehrere ukrainische Großstädte weiter. Wie "ZDFheute" unter Berufung auf örtliche Behörden berichtet, wurden in der Nacht auf Dienstag (2. Juni) mehrere Menschen getötet und verletzt. Alleine 14 Verletzte gab es bei Attacken auf die ukrainische Hauptstadt Kiew.
Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 wehrt sich Kiew gegen den russischen Angriffskrieg. Mittlerweile soll Moskau fast 500.000 Tote zählen – der Preis für den Ukraine-Krieg wächst.
Auch in den News:
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
ZDFheute: "Tote und Verletzte nach Angriffen auf ukrainische Großstädte"
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