Krieg gegen die Ukraine

Nach Angriffen auf Ölindustrie: Russland stoppt erstmals die Ausfuhr von Kerosin

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Europa ist Russland auch ohne die USA militärisch überlegen (26. Mai)

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


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Russland gehört zu den größten Ölproduzenten weltweit. Im Krieg gegen die Ukraine wehrte sich diese mit Drohnenangriffen auf Ölraffinerien. Jetzt reagiert Moskau mit einem drastischen Einschnitt.

Die russische Regierung hat die Ausfuhr von Kerosin erstmals untersagt. "Ziel des Beschlusses ist die Gewährleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt für Treibstoffe", heißt es in einer Mitteilung der russischen Regierung. Die Maßnahme soll demnach bis einschließlich 30. November gelten.

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Ausgenommen von der Regelung sind Kerosinmengen, die schon am Zoll sind oder auf Basis von bilateralen Regierungsvereinbarungen verschifft werden. Zudem soll auch das Betanken ausländischer Flugzeuge auf russischen Flughäfen weiter möglich sein.

Die Beschränkungen für Kerosin sind erstmals in Kraft. Bereits zuvor hat die russische Regierung den Verkauf von Benzin und Diesel ins Ausland eingeschränkt.

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Russische Ölindustrie in Bedrängnis

Hintergrund sind anhaltende Drohnenangriffe des ukrainischen Militärs auf die russische Ölindustrie. Kiew wehrt sich damit gegen die von Kremlchef Wladimir Putin vor mehr als vier Jahren befohlene Invasion. Allein im Mai wurden 16 russische Raffinerien beschädigt, davon acht der zehn größten. Die Verarbeitung von Rohöl in Russland ist damit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim können Autofahrende seit dem Wochenende nur noch gegen die Vorlage von Bezugsscheinen oder in geringen Mengen tanken.

Auf die Weltmarktlage hat das Exportverbot von Kerosin kaum Auswirkungen. Russland hat einen Marktanteil von etwa zwei Prozent. Hauptabnehmer war bislang die Türkei.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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