Einbrüche, Diebstahl, Gewalt

Reise mit Risiko: Warnung für Schweden-Urlauber

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Hier campen die Deutschen am liebsten

Videoclip • 01:47 Min • Ab 12


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Schweden lockt jedes Jahr Tausende Camper an. Doch aktuelle Reisehinweise zeichnen ein düsteres Bild: Einbrüche, Diebstähle und Kriminalität treffen Urlauber auch auf Campingplätzen. Das sollten Reisende beachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer mit dem Wohnmobil nach Schweden reist, sollte genauer hinschauen.

  • Denn laut Auswärtigem Amt sind Einbrüche in Freizeitfahrzeuge selbst auf offiziellen Campingplätzen keine Seltenheit.

  • Gleichzeitig bleibt Kriminalität in Städten und an touristischen Hotspots ein Thema.

Schweden gilt für viele Camper als Traumziel des Sommers: endlose Wälder, glitzernde Seen, Tausende Stellplätze und das Jedermannsrecht machen das Land seit Jahren besonders attraktiv. Doch ausgerechnet zur Hauptreisezeit rücken die Behörden eine weniger idyllische Seite in den Fokus. Das Auswärtige Amt warnt in seinen aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen ausdrücklich vor Kriminalität gegen Urlauber, die im Wohnmobil, Wohnwagen oder Auto übernachten.

Besonders alarmierend ist der Hinweis, dass Einbrüche und Überfälle auf Reisende selbst auf offiziellen Campingplätzen keine Seltenheit seien. Die Warnung kommt nicht aus dem Nichts: Seit Jahren werden immer wieder Fälle gemeldet, bei denen Camper nachts bestohlen wurden. Bereits 2019 berichtete ein deutsches Ehepaar von einem Diebstahl nahe Malmö, bei dem Bargeld, Ausweise, Kreditkarten und Fahrzeugpapiere verschwanden. 2024 häuften sich zudem Berichte über Einbrüche im Raum Malmö und Lund, 2025 folgten Warnungen vor ganzen Serien rund um Göteborg.


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Noch keine offizielle Reisewarnung

Auch wenn das Auswärtige Amt keine konkreten Regionen nennt, zeichnen Polizeimeldungen und Erfahrungsberichte ein klares Bild. Besonders oft genannt werden Süd- und Westschweden, darunter die Regionen um Malmö, Trelleborg und Göteborg. Als sensible Zonen gelten große Fährhäfen, Rast- und Parkplätze entlang wichtiger Transitrouten sowie die E6 an der Westküste, die viele Urlauber auf dem Weg nach Norwegen oder in den Norden Schwedens nutzen. 2025 warnte die schwedische Polizei außerdem vor Einbruchsserien in den Regionen Fyrbodal und Älvsborg.

Die Sicherheitslage betrifft Reisende aber nicht nur auf Campingplätzen. In den Reisehinweisen verweist das Auswärtige Amt auch auf Taschendiebstähle in Innenstädten, touristischen Zentren, auf Fähren und an Flughäfen. Zudem bleibt die Bandenkriminalität in schwedischen Großstädten ein Thema. Zwar meldete die Polizei zuletzt einen Rückgang bei Schießereien, doch die Behörden warnen weiter vor teils gewaltsamen Auseinandersetzungen. Besonders besorgniserregend ist, dass kriminelle Netzwerke laut Fachstellen gezielt Kinder und Jugendliche für Drogenhandel, Anschläge und andere schwere Straftaten anwerben.

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Das sollten Urlauber:innen beachten

Für Urlauber:innen bedeutet das vor allem eins: mehr Vorsicht statt Verzicht. Die Behörden raten zu bewachten Camping- und Stellplätzen, zusätzlichen Sicherungen an Wohnmobilen und Wohnwagen sowie dazu, Wertsachen nie sichtbar im Fahrzeug liegen zu lassen. Geld, Ausweise und Fahrzeugpapiere sollten getrennt aufbewahrt, wichtige Dokumente digital gesichert und möglichst bargeldlos bezahlt werden. Denn Schweden bleibt trotz aller Warnungen ein gefragtes Reiseziel – nicht zuletzt, weil der Trend zur sogenannten Coolcation immer mehr Menschen in die kühleren Regionen des Nordens zieht.


Verwendete Quellen:

auto-motor-und-sport.de: Überfälle, Einbrüche - auch Campingplätze nicht sicher

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