Deutsch-russische Beziehungen
Kreml-Vertrauter feiert AfD-Erfolge
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von dpa:newstime
Schwesig schlägt AfD‑Alarm: Sorgen vor "Machtübernahme"
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Die AfD erhält kurz vor wichtigen Landtagswahlen Unterstützung aus Russland. Ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin lobte die hohen Umfragewerte der Partei öffentlich.
Das Wichtigste in Kürze:
Kremlgesandter Kirill Dmitrijew bezeichnete die AfD als "HOFFNUNG für die Deutschen".
Die AfD liegt in Mecklenburg-Vorpommern laut Umfragen deutlich vorne.
SPD-Politiker Dirk Wiese warnt vor einer gefährlichen Nähe zu Russland.
Der für Russlands Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew hat die hohen Zustimmungswerte der AfD in Mecklenburg-Vorpommern gefeiert. "Die AfD ist zur HOFFNUNG für die Deutschen geworden", kommentierte er auf der Plattform X ein von AfD-Chefin Alice Weidel verbreitetes Umfrageergebnis. Laut dieser Erhebung von Infratest dimap liegt die Partei mit 36 Prozent der Stimmen deutlich vor der Konkurrenz.
Dmitrijew ist ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin. Als dessen Chefunterhändler im Ukraine-Krieg trat er vor allem für eine Verbesserung der Beziehungen zur US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein, während er wiederholt scharf gegen Europa und Kiew austeilte.
Für den Parlamentsgeschäftsführer der SPD im Bundestag, Dirk Wiese, zeigt die Verlautbarung aus dem Kreml "deutlich, welch unheilvolle Allianz da zusammen an der Abschaffung der Europäischen Union und unserer Demokratie arbeitet", wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Man sieht: Wer AfD wählt, wacht irgendwann in Putins Russland auf. Dann hat nicht mehr der Bundeskanzler die Richtlinienkompetenz, sondern der Kriegsverbrecher Wladimir Putin. Die AfD ist Putins trojanisches Pferd auf dem Kontinent."
Es ist nicht das erste Mal, dass Dmitrijew öffentlich für die AfD eintritt. Die Partei sei deutschlandweit die populärste, weil sie "gegen unkontrollierte Immigration, Lügen und Zensur" auftrete, schrieb er im vergangenen Oktober angesichts damaliger Umfrageergebnisse.
Im September wird in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und auch in Berlin gewählt. In den beiden ostdeutschen Flächenländern ist die AfD in Umfragen bei weitem stärkste Kraft, hätte aber nach jetzigem Stand keine Koalitionspartner.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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