Ab 12 Uhr
Israel-Wahlanalyse JETZT LIVE: Patt zwischen Netanjahu und Eisenkot – droht eine Blockade?
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Spannende Parlamentswahl in Israel
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Es ist eine Parlamentswahl, die für den gesamten Nahen Osten und sogar die Welt entscheidend sein dürfte – Israel steht an einer Weggabelung. Die große Wahlanalyse gibt es hier in unserem Joyn-Livestream!
Das Wichtigste in Kürze
Israel hat ein neues Parlament. Die Stimmen werden gerade noch ausgezählt.
Nach aktuellem Stand erreicht kein Parteienblock die absolute Mehrheit im Parlament.
In unserem Livestream analysieren wir die Folgen der Wahl für Israel und für die gesamte Region.
Bleibt Benjamin Netanjahu an der Macht – oder endet seine langjährige Ära? Mit der Parlamentswahl in Israel am Dienstag (27. Oktober) sollte diese Frage beantwortet werden. Nach aktuellem Stand deutet sich aber eine Patt-Situation an.
Die magische Zahl für eine absolute Mehrheit im Parlament lautet 61 – so viele Mandate sind für eine stabile Mehrheit erforderlich. Nach gegenwärtigem Stand um etwa 9 Uhr am Montagmorgen (28. Oktober) kommt der rechte Block um Netanjahu auf 56 der 120 Sitze in der Knesset. Das Oppositionslager um den stärksten Netanjahu-Gegner, Gadi Eisenkot, kommt auf 48 Mandate. Der dritte Block arabischer Parteien liegt aktuell bei 16 Mandaten.
Das Ergebnis der mit Spannung erwarteten Israel-Wahl analysieren unsere Redakteure Simon Traub und Emre Bölükbasi am Mittwoch (28. Oktober) ab 12 Uhr in unserem kostenlosen Livestream. Mit Schalten nach Berlin und Israel kannst du die Stimmung vor Ort hautnah miterleben.
Konkret würden die aktuellen Ergebnisse für Israel bedeuten, dass sowohl Netanjahu als auch Eisenkot mit sehr schwierigen Koalitionsverhandlungen rechnen müssten. Sollten sie scheitern, ein Bündnis mit 61 Sitzen zu schmieden, würde es Neuwahlen geben.
Eisenkot vs. Netanjahu: Das sind ihre Pläne für Israel
Auf den ersten Blick werden die unterschiedlichen Politikerprofile von Eisenkot und Netanjahu sehr deutlich. Die Partei des Ex-Militärchefs ist in der politischen Mitte angesiedelt, während Netanjahu der rechtskonservativen Likud-Partei vorsteht und zuletzt mit religiösen und rechtsextremen Kräften regierte.
Eisenkot gilt als integer und bodenständig, gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Netanjahu hingegen läuft seit 2020 ein Korruptionsprozess. Beobachter:innen zufolge könnte Netanjahu im Falle einer weiteren Amtszeit versuchen, als Ministerpräsident die Rahmenbedingungen für diesen juristischen Prozess zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
Auch in den News:
Auch beim heiklen Thema Gaza gibt es offensichtliche Unterschiede: Eisenkot hat sich gegen eine israelische Wiederbesiedlung des Gazastreifens ausgesprochen – ein offener Bruch mit der Netanjahu-Politik. Der Jaschar-Vorsitzende wirft dem Regierungschef vor, die Kriegsziele drei Jahre nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober nicht erreicht zu haben.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
Time: "The Former General Who Could End the Netanyahu Era"
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