Übung im Mittelmeer
Fregatte versenkt: Israel und Griechenland testen Lenkwaffen
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
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Videoclip • 03:11 Min • Ab 12
Bei einer gemeinsamen Übung im Mittelmeer haben die Marinen Griechenlands und Israels neue Lenkwaffen getestet. Zum Abschluss versenkte ein griechisches U-Boot eine Fregatte mit einem Torpedo.
Das Wichtigste in Kürze
Griechenland und Israel testeten im Kretischen Meer neue Raketensysteme.
Nach mehreren Raketentreffern versenkte ein griechisches U-Boot die ausgemusterte Fregatte "Bouboulina".
Der Ausbau der militärischen Zusammenarbeit beider Länder hat mit einem anderen Mittelmeeranrainer zu tun.
Griechenland und Israel haben im Mittelmeer Lenkwaffen getestet und dabei unter anderem eine Fregatte versenkt.
Bild: -/IAI/dpa
Treffer versenkt: Griechenland und Israel testen erfolgreich Raketen
Im nördlichen Kretischen Meer haben Griechenland und Israel ihre militärische Zusammenarbeit demonstriert. Bei einem gemeinsamen Manöver am 21. Oktober testeten beide Marinen verschiedene präzisionsgelenkte Raketen. Als Ziel diente die außer Dienst gestellte griechische Fregatte "Bouboulina" (F-463).
Zunächst trafen mehrere Lenkwaffen das alte Kriegsschiff. Danach feuerte ein griechisches U-Boot einen schweren SUT-Torpedo auf die bereits beschädigte Fregatte. Die "Bouboulina" sank anschließend im Kretischen Meer, wie die "Berliner Morgenpost" berichtet.
Auch in den News:
Griechisches U-Boot gibt Fregatte den Rest
Die griechische Marine erprobte bei der Übung die israelischen Raketensysteme Spike NLOS und Spike ER2. Die Abkürzung NLOS steht für Non-Line-of-Sight, also für Angriffe auf Ziele, die von der abschießenden Einheit nicht direkt gesehen werden können. Laut "Focus Online" kann die auf griechischen Booten eingesetzte Spike-NLOS-Variante Ziele in einer Entfernung von bis zu 32 Kilometern treffen; Kameras und Infrarotsensoren helfen bei der Zielerfassung.
Die Raketen wurden von verschiedenen Einheiten abgefeuert. Die Spike NLOS startete von einem griechischen Patrouillenboot der Machitis-Klasse, die kleinere Spike ER2 von einem Spezialoperationsboot des Typs Mark V. Zudem beteiligten sich zwei israelische Raketenschiffe an den Schießversuchen. Die griechische Marine wertete die Abschüsse als Abnahmetests und erklärte sie für erfolgreich.
Nach dem Raketenbeschuss kam ein griechisches U-Boot der Papanikolis-Klasse zum Einsatz. Sein schwerer SUT-Torpedo traf die "Bouboulina" und versenkte sie. Neben U-Booten und Fregatten nahmen laut den Berichten auch Schnell- und Patrouillenboote, Spezialkräfte, Marinehubschrauber sowie Einheiten der griechischen Luftwaffe an der Übung teil.
Spannungen mit der Türkei lassen beide Länder militärisch kooperieren
Parallel zur Übung trafen sich die Marinechefs beider Staaten an Bord der griechischen Fregatte "Psara". Der griechische Vizeadmiral Dimitrios-Eleftherios Kataras und Israels Marinechef Eyal Harel berieten über maritime Sicherheit und die freie Schifffahrt im östlichen Mittelmeer. Griechenland und Israel betonten dabei, ihre Zusammenarbeit bei Marineoperationen sowie bei neuen Technologien weiter ausbauen zu wollen.
Griechenland und Israel haben ihre Kooperation im Militär- und Rüstungsbereich in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Hintergrund sind unter anderem die angespannten Beziehungen beider Länder zur Türkei im östlichen Mittelmeer. Erst im August hatten beide Länder Verträge für den Aufbau eines neuen, mehrschichtigen Luftverteidigungssystems für Griechenland unterzeichnet. Der "Achilles-Schild" soll bereits vorhandene griechische Systeme wie Patriot und unbemannte Fluggeräte mit israelischen Luftabwehrsystemen unterschiedlicher Reichweite verbinden. Vorgesehen sind unter anderem Spyder von Rafael, Barak MX und David's Sling. Ziel ist ein einheitliches Netzwerk zur Abwehr von Flugzeugen, Drohnen, Raketen und ballistischen Flugkörpern.
Verwendete Quellen:
Berliner Morgenpost: "Waffentest vor Kreta: Griechenland und Israel versenken Fregatte"
Focus Online: "Griechische Marine versenkt Fregatte mit Torpedoschuss"
Nachrichtenagentur dpa
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