Wilde Spekulationen
US-Militärflieger mit CIA-Chef Ratcliffe landet in Moskau: Was hat es mit dem Besuch auf sich?
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
CIA-Chef in Moskau – brisante Hinweise
Videoclip • 01:10 Min • Ab 12
Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes reiste nach Moskau – offiziell für Kontakte "zwischen den Geheimdiensten". Doch was wurde wirklich besprochen? Während der Kreml schweigt, brodeln die Gerüchte.
Das Wichtigste in Kürze
Der Chef der US-amerikanischen CIA, John Ratcliffe, ist erstmals nach Russland gereist – offiziell wegen Geheimdienstkontakten.
Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow angegeben, er wisse nichts von der Landung in Russland.
Zum Grund des Besuchs gibt es zahlreiche Spekulationen, möglicherweise könnte Ratcliffe Russland vor einer Eskalation im Ukraine-Krieg gewarnt haben.
Moskau bestätigt, was zunächst nur Flugdaten verrieten: John Ratcliffe, Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, war in der russischen Hauptstadt. Kremlsprecher Dmitri Peskow räumte gegenüber der "Washington Post" ein, der Geheimdienstchef sei für Kontakte "zwischen den Geheimdiensten" angereist. Ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe es jedoch nicht gegeben, betonte Peskow auf Anfrage russischer Nachrichtenagenturen.
Auch in den News:
Noch am Vortag hatte Peskow behauptet, ihm sei nichts von der Landung eines US-Militärflugzeugs bekannt – obwohl Aufnahmen der Maschine bereits in sozialen Netzwerken kursierten. Russische Kommentator:innen amüsierten sich über die Äußerungen und fragten sich, wie eine solche Maschine ohne Wissen der Staatsführung einfach landen könne.
Warnung vor Eskalation
Über den wahren Grund der Visite wird heftig spekuliert. Eine Theorie: Ratcliffe könnte Russland vor einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg gewarnt haben. Die Ukraine hatte unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mitgeteilt, Putin plane eine Mobilmachung nach der Parlamentswahl im September – was der Kreml als "Ente", also eine Falschinformation, zurückwies.
Der kremlnahe Politologe Sergej Markow brachte weitere Szenarien ins Spiel: einen möglichen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, den Moskau durch seine Unterstützung Teherans mitprägt, oder eine Verbindung zum Fund von Sprengstoff-Drohnen auf dem Flughafen Halle-Leipzig.
Die USA vermuten Russland hinter diesem Vorfall. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem hybriden Angriff fremder Mächte, ohne Moskau direkt zu benennen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, in Kürze Erkenntnisse bekanntzugeben. Die Urheber würden "bezahlen", so der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte Kanzler.
Historischer Kontext und auffällige Details
Für Ratcliffe dürfte es der erste Besuch als CIA-Chef in Moskau gewesen sein. Zuletzt hatte 2021 sein Vorgänger William Burns Russland besucht und sich auch mit Putin getroffen – damals im Auftrag von Präsident Joe Biden, um eine Eskalation im Ukraine-Konflikt zu verhindern. Wenige Monate später begann Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Auffällig war laut US-Medien: Die Amerikaner hatten Kiew gebeten, Angriffe zeitweilig einzustellen. Tatsächlich gab es am Dienstag (25. August) keine ukrainischen Drohnenangriffe in Moskau. Am Dienstagabend hob das US-Flugzeug nach Berichten russischer Staatsmedien wieder in Richtung Riga ab.
Die Geheimdienste beider Länder führen seit 2025 mehrfach Telefongespräche. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, hatte bereits zuvor ein persönliches Treffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Insekten
Invasive Stinkwanze dringt jetzt in Wohnungen ein

Sechs Menschen infiziert
Alarm am Frankfurter Airport: Mitarbeiter stirbt an Flughafenmalaria

Kommt es zu Ausschreitungen?
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Polizei rüstet sich für unruhigen Wahlabend

Ab 12:30 Uhr
LIVE: Kurs der Bundesregierung - Merz, Klingbeil & Dobrindt informieren

Protest gegen Verzicht
PlayStation-Blackout bei Sony: Warum Nutzer ihre Konsolen bis Ende August ausschalten

Globale Raumfahrt-Pläne
NASA-Studie: Bakterien von der Erde könnten auf dem Mond überleben





