Schwerer Vorwurf gegen den 46-Jährigen

Türkei-Urlaub endet für Familienvater aus Ulm in Haft

Veröffentlicht:

von Andrea E.

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Auswärtiges Amt warnt vor Türkei-Reisen

Videoclip • 02:17 Min • Ab 12


Ein 46 Jahre alter Familienvater aus Ulm wollte einen Familienurlaub machen und seine Eltern in der Türkei besuchen. Nach seiner Einreise wurde er festgenommen. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mann aus Ulm ist in der Türkei festgenommen worden.

  • Der Vorwurf lautet Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

  • Der Verein Feza, wo der 46-Jährige Mitglied sein soll, steht angeblich der Gülen-Bewegung nahe.

Ein Familienvater aus Ulm ist während eines Urlaubs in der Türkei festgenommen worden. Darüber berichten die "Südwest Presse" und der SWR unter Berufung auf die Familie des Mannes.

Der 46-jährige Ferdi Soylu war demnach gemeinsam mit seiner Familie in die Türkei gereist, um seine Eltern zu besuchen und Urlaub zu machen. Bei der Einreise sei er jedoch aufgefordert worden, sich bei der Staatsanwaltschaft in Ankara zu melden. Nachdem er dort erschienen sei, sei er festgenommen worden, berichtete sein Bruder.

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Terrorvorwurf gegen Familienvater aus Ulm

Der Familienvater befindet sich nach wie vor in Haft. Ihm wird vorgeworfen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein. Nach Angaben des SWR geht es bei den Vorwürfen konkret um eine mögliche Mitgliedschaft im Ulmer Verein Feza, der der so genannten Gülen-Bewegung nahestehen soll.

Dabei handelt es sich um ein religiös-soziales Netzwerk, das sich seit den 1980er-Jahren zu einer der einflussreichsten muslimischen Bewegungen in der Türkei entwickelte. Die türkische Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdoğan macht die Bewegung und ihren Vordenker Fethullah Gülen für den gescheiterten Militärputsch von 2016 verantwortlich.


Bruder weist Mitgliedschaft in Verein zurück

Soylus Bruder widerspricht dem Vorwurf. Gegenüber dem SWR erklärte er, der 46-Jährige sei nie Mitglied des Vereins gewesen. Er habe dort lediglich seine Tochter zur Nachhilfe geschickt – und das bereits vor 14 Jahren.

Zudem sei Soylu in der Vergangenheit mehrfach in die Türkei ein- und wieder ausgereist, ohne dabei Probleme zu bekommen. Nun sitzt der Familienvater nach Angaben seiner Angehörigen in Haft.

Abgeordneter schaltet Auswärtiges Amt ein

Nach dem Bericht des SWR hat sich inzwischen der Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich eingeschaltet. Er nahm demnach Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft auf und forderte für Soylu ein "rechtsstaatliches und faires Verfahren".


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