Messgeräte schlagen aus
Erdbeben am Bodensee: Deshalb sind kleine Beben in der Region keine Seltenheit
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Unwetter fegt über Bodensee-Region (16. Juli)
Videoclip • 22 Sek • Ab 12
In der Bodenseeregion haben die Messgeräte ausgeschlagen: Ein Erdbeben wurde westlich des Untersees registriert. Warum es wichtig ist, dass auch geringe Ausschläge erfasst werden.
Ein leichtes Erdbeben wurde am Montagmorgen (24. August) am Bodensee registriert. Wie der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg mitteilte, wurde um 4:58 Uhr ein Beben der Stärke 0,7 in rund 17 Kilometern Tiefe gemessen. Zwischen Radolfzell und Singen (Landkreis Konstanz) wurde das Epizentrum identifiziert. Zuvor hatte die "Schwäbische Zeitung" berichtet.
Wo die europäische auf die afrikanische Platte trifft
Solche Erschütterungen sind für die Region allerdings nichts Besonderes. Gegenüber der "Tagesschau" erklärte ein Experte vom Landeserdbebendienst, dies liege an der vergleichbaren Nähe der Region zu den Alpen. Denn unter der massiven Bergkette trifft die europäische auf die afrikanische Platte.
Alle paar Wochen würden vergleichbare Beben registriert. Die Forschung würde zudem auch von kleinen Erdbeben profitieren. Laut dem Seismologen Stefan Stangl fließen die Erkenntnisse unter anderem in Neubauprojekte sowie Bauvorschriften mit ein.
Auch in den News:
Für Menschen nicht spürbar
Der Erdbebendienst schätzt, dass das schwache Beben für die Menschen nicht spürbar gewesen sei. Unter der Stärke 2,0 schlagen in der Regel Messgeräte an, Personen bemerken das Beben nicht. Nach Angaben des Landeserdbebendiensts werden sie ab einer Magnitude von 2,0 bis 3,9 wahrgenommen. Auch in diesem Bereich kommt es allerdings selten zu Schäden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Tagesschau: "Kleines Erdbeben am Bodensee: Warum kommt das immer wieder vor?"
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