Gemeinde unter Schock
"Alles ist kaputt": Tornado verwüstet Ort in Südfrankreich – Dutzende Verletzte
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Tornado wütet in Südfrankreich
Videoclip • 30 Sek • Ab 12
Die Bewohner:innen des Ortes Pomas stehen unter Schock und berichten von "Chaos": In Südfrankreich hat ein Tornado große Schäden angerichtet. Es gibt fast 40 Verletzte.
Das Wichtigste in Kürze
In Südfrankreich hat am Montagnachmittag (24. August) ein Tornado gewütet, in der Gemeinde Pomas wurden 39 Menschen verletzt.
Häuser wurden abgedeckt, Anwohner:innen berichten von umherfliegenden Dachziegeln.
Nach wie vor begutachten Einsatzkräfte die Schäden.
Über Südfrankreich ist ein Tornado hinweggefegt – Pomas am Ausläufer der Pyrenäen steht unter Schock. In der Gemeinde wurden 39 Menschen infolge des Wetterphänomens am Montagnachmittag (24. August) verletzt, 17 mussten in der Klinik behandelt werden. Zwei Einwohner:innen erlitten schwere Blessuren.
Insgesamt wurden etwa 300 Häuser getroffen und beschädigt, insbesondere Dächer seien betroffen gewesen. "Man könnte meinen, wir wurden bombardiert", erklärte der Anwohner Bruno im Sender BFMTV. "Alles muss neu gemacht werden, alles ist kaputt."
Zudem wurden etwa 2.800 Haushalte am Montagabend vom Stromnetz abgeschnitten, 1.400 sind es nach Angaben von Marie-Hélène Bouissac von der Präfektur Aude immer noch. Aufgrund von herabstürzenden Ästen wurden mehrere Straßen gesperrt. In der Gegend im Südwesten Frankreichs mussten 100 Feuerwehrleute ausrücken. Die Präfektur kümmerte sich mit eigens errichteten Notunterkünften um die Betroffenen.
Noch immer sind Einsatzkräfte vor Ort und untersuchen die Häuser. Weiterhin ist unklar, wie stark die Schäden in Pomas genau ausgefallen sind.
Auch in den News:
Anwohnerin unter Tränen: "Wir konnten nichts tun"
"Das ist so schnell gekommen, wir konnten nichts tun", berichtete Anwohnerin Amandine BFMTV unter Tränen. Sie habe Gegenstände herumfliegen sehen und sich in Sicherheit gebracht. Nur wenige Minuten habe der heftigste Teil des Unwetters gedauert. "Ich bin wieder rausgegangen. Es war Chaos", sagt die Frau unter Tränen.
Gegenüber dem Sender France Info erklärt der Anwohner Fabian: "Es gibt keine Ziegel mehr, keine Dächer. Die Häuser, die ein Obergeschoss hatten, haben es verloren", schildert Anwohner Fabien dem Sender France Info. Er wisse nicht, wie er die Situation beschreiben solle. Das sei alles schwer zu glauben.
Flugverkehr im Süden des Landes beeinträchtigt
Auch der Flugverkehr blieb von den Folgen der Unwetter im Süden nicht verschont. Auf der Plattform X teilte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot mit, dass vor allem die Flughäfen in Nizza, Bordeaux, Marseille und Toulouse von anhaltenden Gewittern beeinträchtigt seien, allerdings auch die Flughäfen der Hauptstadt Paris.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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