Sechs Menschen infiziert

Alarm am Frankfurter Airport: Mitarbeiter stirbt an Flughafenmalaria

Veröffentlicht:

von Andrea E.

:newstime

Malaria-Alarm am Frankfurter Flughafen

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. Als Ursache gilt eine eingeschleppte Mücke.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein seltener Malaria-Ausbruch beschäftigt den Frankfurter Flughafen.

  • Sechs Angestellte sind erkrankt – einer von ihnen ist jetzt gestorben.

  • Experten vermuten, das Insekt ist mit einem Flugzeug nach Deutschland gelangt.

Nach einer Malaria-Infektion ist ein Beschäftigter des Frankfurter Flughafens jetzt gestorben. Die Betreibergesellschaft Fraport bestätigte den Todesfall und sprach den Angehörigen Mitgefühl aus. Zuvor hatte hessenschau.de über den Fall berichtet.

Als Ursache für die Infektion kommen laut der offiziellen Mitteilung eingeschleppte Mücken infrage. Bereits Anfang Juli dieses Jahres hatte das Robert Koch-Institut (RKI) einen Ausbruch mit zunächst vier erkrankten Flughafen-Beschäftigten bestätigt.

Auch in den News:

Mückenfallen am Frankfurter Flughafen

Das RKI vermutet, dass die Infektionen vermutlich durch eine importierte Anophelesmücke ausgelöst wurden. Das Tier könnte mit einem Flugzeug nach Deutschland gelangt sein und anschließend die tropische Krankheit übertragen haben.

Mittlerweile sind laut Angaben des Sprechers von Fraport sechs infizierte Beschäftigte des Frankfurter Flughafens bekannt. Alle hätten sich im Rahmen ihrer Arbeit angesteckt und befänden sich in ärztlicher Behandlung.

Als Reaktion auf die Erkrankungen wurden am Flughafen Mückenfallen aufgestellt, mit denen Insekten gefangen wurden, so der Fraport-Sprecher. Die gefangenen Mücken werden nun in einem Labor untersucht.


Was ist Flughafenmalaria?

Malaria ist laut dem Auswärtigen Amt eine lebensbedrohliche Krankheit, die von dämmerungs- und nachtaktiven Mücken übertragen wird. Besonders bei Risikogruppen kann eine Infektion bis zum Koma führen und tödlich enden. Mückenschutz und vorbeugende Medikamente können eine Erkrankung mit Malaria verhindern.

Die sogenannte Flughafenmalaria kommt laut RKI nur sehr selten vor. Sie kann entstehen, wenn eine infektiöse Mücke mit einem Flugzeug oder im Gepäck eingeschleppt wird. Eine Übertragung erfolgt in solchen Fällen entweder im Flugzeug selbst, auf dem Flughafengelände oder in dessen unmittelbarer Umgebung.


Nicht der erste Fall in Frankfurt

Zuletzt wurde eine solche Erkrankung nach Angaben des Instituts im Jahr 2023 am Frankfurter Flughafen dokumentiert. Das RKI weist deshalb auch auf die Wichtigkeit von fachlichen Diagnosen hin. Ärzte sollten laut dem RKI besonders im Sommer bei Menschen mit unklarem Fieber auch Flughafenmalaria in Betracht ziehen, wenn diese an einem Airport mit interkontinentalen Passagier- oder Frachtverbindungen arbeiten oder sich in dessen unmittelbarer Umgebung aufhalten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

hessenschau.de

Mehr entdecken