Prozess auf der Zielgeraden
Verdächtiger im Fall Maddie McCann als "hochgefährlich" eingestuft: Neues Gutachten schockiert
Aktualisiert:
von dpaAm 36. Verhandlungstag im Prozess gegen Christian B. sind für die Strafkammer alle Beweise erhoben. Jetzt müssen Staatsanwaltschaft, Nebenkläger und Verteidiger ihre Sicht in den Plädoyers schildern.
Das Wichtigste in Kürze
Christian B. werden insgesamt fünf schwere Sexualstraftaten zur Last gelegt. Im Prozess gegen den 47-Jährigen wurde nun die Beweisaufnahme geschlossen.
Jetzt werden die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenkläger und Verteidiger erwartet.
Christian B. ist auch der Verdächtige im Vermisstenfall Maddie McCann, doch im aktuellen Prozess geht es nicht um den Maddie-Komplex.
Im Prozess gegen den auch im Fall Maddie verdächtigen Christian B. wegen fünf schwerer Sexualstraftaten hat die Strafkammer die Beweisaufnahme geschlossen. Die Vorsitzende Richterin am Landgericht Braunschweig arbeitete zuvor noch einen letzten offenen Antrag ab und bat anschließend um die Plädoyers. Die Oberstaatsanwältin Ute Lindemann kündigte an, dass sie für ihren Schlussvortrag etwa dreieinhalb Stunden benötigen werde.
Schockierende Verdachtsdiagnose für Christian B.
Der Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters von vergangener Woche zufolge ist der im Fall Maddie Verdächtige Christian B. in "die absolute Topliga der Gefährlichkeit" einzuordnen. Die Anwendung verschiedener Verfahren führe zu dem Ergebnis, dass der 47-jährige Deutsche in dem obersten Bereich der Gefährlichkeit lande, sagte der Arzt im Landgericht Braunschweig.
Der Psychiater betonte in seinem Vortrag, dass er nur eine Verdachtsdiagnose stellen könne, weil der Angeklagte nicht bereit gewesen sei, sich mit ihm zu treffen und mit ihm zu sprechen.
Vorwürfe wiegen schwer
Dem 47-jährigen Deutschen werden drei Vergewaltigungen sowie zwei Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern vorgeworfen, die er zwischen 2000 und 2017 in Portugal begangen haben soll. Große Aufmerksamkeit erweckt der Prozess vor allem, weil er im Fall der verschwundenen dreijährigen Madeleine "Maddie" McCann unter Mordverdacht steht.
Der Maddie-Komplex ist aber offiziell nicht Gegenstand des aktuellen Verfahrens. Es gilt die Unschuldsvermutung. Das Plädoyer der Verteidigung wird am Montag (7. Oktober) erwartet, am Dienstag (8. Oktober) könnte es dann das Urteil geben.
Ist "Lillys Verschwinden" eine wahre Geschichte? Zweiteiler hat starke Parallelen zum Fall Maddie McCann
Ähnliche Themen

Krieg im Nahen Osten
Iran-Ticker: Mullahs halten an Hormus-Blockade fest

Angreifer wohl tot
US-Bundesstaat Michigan: Auto rast in Synagoge

Rückschlag für Entführungsopfer
20 Jahre nach ihrer Flucht: Natascha Kampusch erleidet Zusammenbruch

US-Präsident verschenkt Lederschuhe
Irrer Modetrend durch Trump: Warum die US-Regierung jetzt diese Schuhe trägt

Iran-Krieg
"Mein Schiff 5": Tui holt die letzten Kreuzfahrtgäste nach Hause

Politik-Talkshow
"Markus Lanz" am Donnerstag: Darum geht's, das sind die Gäste

Käfertaler Wald
Tote Frau bei Mannheim gefunden – mutmaßliches Gewaltverbrechen

MeckPomm-Wirtschaftsminister
Wolfgang Blank bei A20-Unfall schwer verletzt

Polit-Talkshow
"Maybrit Illner" am Donnerstag im ZDF, das sind die Gäste
Mehr News und Videos

Ölpipeline "Druschba"
Pipeline-Streit: Selenskyj verärgert über ungarische Delegation

Mitarbeiter in U-Haft
Kinderporno-Verdacht: Ermittlungen gegen Mitarbeiter einer Behinderten-Tagesstätte

Vize-Verteidigungsminister im Fokus
Putsch gegen Putin geplant? Festnahme gibt Rätsel auf

Konflikt zwischen Budapest und Kiew
Orbán spricht von Drohungen gegen seine Familie im Ukraine-Streit

Zweifel an Nutzen
CDU in Hamburg will Cannabis-Legalisierung rückgängig machen

Angriff durch Israel und USA
Mögliche Szenarien: So könnte der Iran-Krieg zu Ende gehen

Niederlage in Baden-Württemberg
SPD-Nachwuchs rechnet nach Wahlschlappe mit seiner Partei ab

Jugendmannschaft in Unterfranken
Unter der Dusche: Fußballtrainer soll Team gefilmt haben

Drohnen-Abwehrsysteme
DroneShield-Aktie klettert und klettert
