Zoff um Rot-Sperre

Belgien siegt im Achtelfinale gegen die USA: Spieler sticheln gegen Donald Trump

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

WM-Skandal um Trump-Anruf (6. Juni)

Videoclip • 02:15 Min • Ab 12


Im Achtelfinale der Fußball-WM triumphieren die Belgier mit einem 4:1 gegen das Team der USA. Ihren Sieg feiern Lukaku und Co. mit Anspielungen auf ein skandalöses Telefonat zwischen Donald Trump und FIFA-Chef Infantino.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Achtelfinale der Fußballweltmeisterschaft gewinnt die belgische Nationalmannschaft gegen die USA mit 4:1.

  • Kurz nach dem Sieg veröffentlichen die "Belgian Red Devils" ein Foto des belgischen Spielers Romelu Lukaku mit Hand am Ohr und der Bildunterschrift: "Macht das mal rückgängig."

  • Die Geste könnte als Anspielung auf ein Telefonat zwischen US-Präsident Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino zu verstehen sein, bei dem Trump um die Aufhebung der Spielsperre eines Spielers bat.

Mit einem deutlichen 4:1 haben sich die Belgier im Achtelfinale der diesjährigen Fußball-WM gegen die USA durchgesetzt. Dabei feiert die Mannschaft nicht nur ihre bisher beste Turnierleistung, sondern auch mit einem Seitenhieb gegen US-Präsident Donald Trump.

Auch in den News:

Lukakus Telefon-Geste: "Macht das mal rückgängig"

Direkt nach dem Sieg gegen eines der diesjährigen Gastgeberländer postete der belgische Fußball-Verband (RBFA) einen Post auf X. Darauf zu sehen: Torschütze Romelu Lukaku mit einer Hand am Ohr. Dazu hieß es: "Macht das mal rückgängig."

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Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Anspielung auf einen der größten Fußball-Skandale der WM-Historie, in die auch Trump verwickelt ist.

Aufgrund der Roten Karte im vorangegangenen Spiel der USA gegen Bosnien-Herzegowina war der US-Spieler Folarin Balogun für das kommende Spiel gesperrt. Dieses Verbot wurde anschließend vom Fußball-Weltverband FIFA überraschend aufgeschoben.

Dahinter steckt ein Telefonat zwischen Trump und dem Verbandsboss Gianni Infantino. Darin hatte der US-amerikanische Präsident um eine Aufhebung der Sperre gebeten, mit Erfolg. Ohne eine echte inhaltliche Begründung zu nennen, durfte der Stürmer damit gegen Belgien spielen.


"Ich habe die Trump-Karte - ich gewinne"

Ein Anruf, der international für Aufsehen sorgte. Auf Social Media gab es zahlreiche Häme, unter anderem in Form eines KI-Videos, das Balogun im Streitgespräch mit einem Schiedsrichter zeigt, der ihn gerade über die Rote Karte informiert. "Nein, Bruder, ich habe die Trump-Karte - ich gewinne", antwortet KI-Balogun.

Deutsche User:innen scherzten, auch Bundeskanzler Friedrich Merz solle sein Glück bei Infantino versuchen, um Jonathan Tahs Tor gegen Paraguay nachträglich anerkennen zu lassen, damit auch Deutschland wieder bei der WM mitspielen dürfe.

Im Viertelfinale gegen die USA ziehen Lukaku und Co. jetzt nach und lieferten schon während des Spiels eine Showeinlage. Dabei imitierten sie unter anderem den berühmten "Trump-Dance", bei dem einige Spieler, ähnlich wie der Präsident, die Hände zu Fäusten ballten und dezent die Hüfte schwangen.

Versöhnliche Töne zwischen Balogun und Garcia

Nach dem Achtelfinale gab es aber auch versöhnliche Töne zwischen Balogun und Belgiens Trainer Rudi Garcia. "Er kam zu mir, das hat mir gefallen. Er ist nicht schuld. Er hat nichts falsch gemacht. Ich schätze ihn", so Garcia über die Ausnahmesituation, die es in den 30 Stunden vor Anpfiff für beide Seiten zu bewältigen gab.

Mit dem haushohen Sieg ziehen die Belgier damit ins Viertelfinale ein. Am Freitag (11. Juli) treffen sie in Inglewood bei Los Angeles auf Europameister Spanien.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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