Kriminalität
Erneut Mord an Pflegekraft in Stuttgart: Im selben Wohnheim wie 2023
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Gewalt gegen Frauen nimmt zu
Videoclip • 01:57 Min • Ab 12
Drei Jahre nach einem brutalen Mord mit 22 Messerstichen in einem Stuttgarter Schwesternwohnheim hat die Polizei dort erneut eine Leiche einer jungen Frau gefunden. Im aktuellen Fall wurde nun ebenfalls Anzeige gegen den Ex-Partner erhoben.
Weil er seine Ex-Partnerin getötet haben soll, muss sich ein 32 Jahre alter Mann vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage wegen des Verdachts des Mordes erhoben, teilte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die Behörde in Stuttgart mit.
Die Ermittler:innen werfen dem Mann vor, die 31 Jahre alte Frau Ende Januar in ihrem Zimmer in einem Schwesternwohnheim in Stuttgart getötet zu haben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer seien seit wenigen Monaten nach islamischem Recht verheiratet gewesen. Wie es weiter heißt, sei es wegen Eifersucht und Misstrauen des Mannes zu Streit innerhalb der Beziehung gekommen, weshalb sich die Frau wenige Tage vor der Tat von dem Mann getrennt haben soll.
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Ex-Partner soll Trennung nicht akzeptiert haben
Der Anklage zufolge hat der Mann die Trennung nicht akzeptieren wollen und die Frau deswegen getötet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der mutmaßliche Täter staatenlos. Der Polizei liegen Informationeb vor, wonach er palästinensische Wurzeln haben soll.
Der Leichnam der Frau war erst Tage nach der Tat in dem Wohnheimzimmer entdeckt worden. Erst nachdem die Frau, die als Pflegehilfskraft gearbeitet hatte, mehrere Tage nicht zur Arbeit gekommen war, hatte ihre Vorgesetzte Alarm geschlagen.
Assoziationen an Mord im selben Stuttgarter Wohnheim vor drei Jahren
Der Fall weckt Erinnerungen an ein brutales Verbrechen, das sich im selben Wohnheim in Stuttgart im August 2023 ereignet hatte: Damals wurde dort die Leiche einer 32 Jahre alten Pflegeschülerin von der Polizei gefunden, die von ihrem Ex-Partner getötet worden.
Das Gericht verurteilte den Täter des ersten Falls dpa zufolge im Jahr 2024 zu lebenslanger Haft. Mit 22 Messerstichen hatte der Deutsch-Pole die Frau angegriffen, getrieben von einem "absoluten Vernichtungswillen", wie die Richter:innen damals urteilten.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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