Streit um US-Spieler
Klopp tobt nach FIFA-Entscheidung zu Baloguns Rot-Sperre – Trump rechtfertigt sich
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Nagelsmann tritt zurück – DFB will Klopp
Videoclip • 52 Sek • Ab 12
Der mögliche künftige Bundestrainer Klopp übt vernichtende Kritik an einer umstrittenen FIFA-Entscheidung vor dem WM-Achtelfinale der USA. Im Zentrum: angebliche Einflussnahme aus dem Weißen Haus.
Das Wichtigste in Kürze
Jürgen Klopp kritisiert die FIFA scharf für die Aufhebung der Rot-Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun bei der laufenden Weltmeisterschaft.
Berichten zufolge soll US-Präsident Donald Trump zuvor bei FIFA-Chef Gianni Infantino interveniert und Druck ausgeübt haben.
Für den TV-Experten und Bundestrainer-Kandidaten stellt diese mögliche Einflussnahme auf sportliche Tatsachenentscheidungen grundlegende Prinzipien des Fußballs infrage.
Jürgen Klopp findet drastische Worte für einen beispiellosen Vorgang bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft. Der TV-Experte und Kandidat für das Amt des Bundestrainers reagiert fassungslos auf Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Chef Gianni Infantino interveniert haben soll, um die Rot-Sperre von Torjäger Folarin Balogun aufheben zu lassen.
Trump: "Ich kenne mich mit solchen Dingen aus"
"Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel", wettert der 59-Jährige in seiner Rolle als MagentaTV-Experte. Die Brisanz des Falls: Balogun hatte im Achtelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unbeabsichtigt auf dem Knöchel seines Gegenspielers Tarik Muharemovic gelandet war.
Trump bestätigte die Intervention später im Oval Office: "Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war", sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Oval Office. "Ich habe lediglich eine Überprüfung gefordert, weil ich es nicht für ein Foul hielt, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus."
Für Klopp, der derzeit mit dem DFB über die Nachfolge als Bundestrainer verhandelt, ist die Sache eindeutig: "Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte. So leid uns das tut, weil der Balogun das nicht will. Das sind die Regeln." Besonders scharf geht er mit den beiden Hauptakteuren ins Gericht: "Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben."
Auch in den News:
Klopp: "Das stellt alles infrage"
Der langjährige Erfolgscoach von Liverpool und Dortmund sieht durch den Vorfall grundlegende Prinzipien des Sports bedroht. "Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage", so Klopp. Selbst wenn man die Rote Karte als Fehlentscheidung bewerten würde, bleibe die nachträgliche Aufhebung problematisch: "Unser Spiel, da leiden wir alle unter Fehlentscheidungen. Trotzdem lernen wir im Laufe des Lebens damit zu leben. Das ist einfach eine Tatsachenentscheidung."
Die Causa wirft erneut Fragen über die enge Verbindung zwischen Infantino und Trump auf, die in den vergangenen Monaten wiederholt für Aufsehen gesorgt hat. Die USA treffen im WM-Achtelfinale auf Belgien – nun mit Balogun im Kader.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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