Kommunales Projekt

Berlin bekommt erstes Wohnheim für Azubis

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Azubi-Krise in Deutschland

Videoclip • 01:39 Min • Ab 12


340 Euro Warmmiete, vollmöbliert, mitten in Berlin: Die Hauptstadt eröffnet ihr erstes kommunales Wohnheim für Auszubildende. Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches.

In Berlin entsteht das erste kommunale Wohnheim für Auszubildende. Ab August können laut einer Mitteilung der Senatsverwaltung in dem Neubau im Bezirk Lichtenberg 154 Azubis einziehen – in vollmöblierte Zwei-Personen-Appartements für 340 Euro im Monat, inklusive Heizung, Strom und Nebenkosten. Die Miete orientiert sich an einem Drittel des Medians der Ausbildungsvergütungen.

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Viele Azubis können von ihrer Vergütung kaum leben

Der Mietvertrag läuft über die gesamte Ausbildungsdauer und beinhaltet eine Übergangsfrist nach dem Abschluss. Neben dem Wohnplatz erhalten die Bewohner:innen Bildungs- und Beratungsangebote, die schrittweise ausgebaut werden sollen. Da die Nachfrage die verfügbaren Plätze deutlich übersteigt, werden 70 Prozent der Verträge per Losverfahren vergeben.

Das Projekt adressiert ein weit verbreitetes Problem: Laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben rund 63 Prozent der Auszubildenden in Deutschland Schwierigkeiten, von ihrer Vergütung zu leben. 32 Prozent sind auf finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen, 13 Prozent müssen neben der Ausbildung noch jobben.


Verwendete Quellen:

Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung

Deutscher Gewerkschaftsbund

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