Nach Lungentransplantation
Mette-Marit aus Krankenhaus entlassen: Kronprinzessin trifft auf Sohn Marius im Hausarrest
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Erstes Bild von Mette-Marit nach Lungen-OP (6. Juli)
Videoclip • 01:15 Min • Ab 12
Große Erleichterung im norwegischen Königshaus: Mette-Marit ist nach ihrer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nach schweren Monaten gibt es Hoffnung für die Kornprinzessin – und ein Wiedersehen mit ihrem verurteilten Sohn Marius.
Das Wichtigste in Kürze
Der Zustand der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hatte sich in den vergangenen Monaten verschlechtert.
Nach einer Lungentransplantation wurde die 52-Jährige nach Angaben des Königshauses nun aus dem Krankenhaus entlassen.
Auch ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby ist nach seinem Gerichtsurteil wieder zuhause.
Gute Nachrichten für das norwegische Königshaus: Kronprinzessin Mette-Marit hat etwa vier Wochen nach ihrer Lungentransplantation das Krankenhaus verlassen.
Zuletzt hatte sich der Zustand der chronisch kranken Mette-Marit zunehmend verschlechtert. Kurz vor der Operation war zudem ihr Sohn Marius Borg Høiby zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Auch er darf nun aus dem Gefängnis wieder nach Hause.
Auch in den News:
"Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar ich bin"
Bereits Anfang Juni hatte das norwegische Königshaus erstmals ein Foto der Kronprinzessin nach ihrer Lungentransplantation veröffentlicht, wie die norwegische Tageszeitung "Verdens Gang" (VG) berichtete. Ob Mette-Marit zu diesem Zeitpunkt bereits entlassen worden, oder nur in Form einer Auszeit zu Besuch zuhause war, sei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen.
Nun ist die Entlassung der 52-Jährigen offiziell. Wie das Königshaus am Dienstag (14. Juli) mitteilte, ginge es der Kronprinzessin den Umständen entsprechend gut. Auch Mette Marits Ehemann, Haakon von Norwegen, zeigte sich erleichtert. Er wisse, dass die Genesung noch lange dauern werde, aber es sei ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein, betonte der Kronprinz.
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Sie danke ihren Ärzt:innen, dem Krankenhauspersonal und allen Menschen, die sie unterstützt hätten, so die Kronprinzessinnen. Ganz besonders aber denen, die sich für eine Organspende entscheiden. "Das hat mir das Geschenk des Lebens gegeben, und Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar und demütig ich dafür bin", erklärte die Prinzessin. Ebenso denke sie an alle, die ebenfalls an der Krankheit leiden. "Mit Fibrose zu leben ist nichts für schwache Nerven, und ich denke jeden Tag daran, wie stark ihr seid."
In den kommenden sechs Monaten solle die 52-Jährige ein Training absolvieren und weiter engmaschig betreut werden, teilte Are Holm, Chef der Lungenabteilung im Rikshospitalet in Oslo, mit. So könnten mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen und Infektionen früh erkannt werden.
Nach etwa einem Jahr soll sich Mette-Marits Zustand weitestgehend stabilisiert haben. Wie das norwegische Königshaus bekanntgab, werde die Kronprinzessin innerhalb dieser Zeit keine offiziellen Termine wahrnehmen.
Kronprinzessin kämpft seit 2018 gegen Lungenkrankheit
Bereits 2018 war bei der Kronprinzessin eine unheilbare Lungenfibrose, bei der sich Narben im Lungengewebe bilden, festgestellt worden. Nach ihrer Diagnose hatte Mette-Marit weiterhin Termine wahrgenommen. Doch im vergangenen Halbjahr ging es ihr immer schlechter.
Noch am diesjährigen norwegischen Nationalfeiertag im Mai war die Kronprinzessin mit Sauerstoffgerät vor das Volk getreten. Seit Anfang Juni stand sie auf der Warteliste für eine Lungentransplantation, bereits kurz darauf fand sich ein Spender. Ohne den Eingriff hätte sie laut Ärzt:innen nur noch etwa ein Jahr zu leben gehabt.
Marius Borg Høiby unter Hausarrest
Es ist wohl ein ganz besonderes Wiedersehen für die norwegische Kronprinzessin: Denn zuhause wartet nicht nur Mann Haakon, sondern auch ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby, der im Juni wegen einer Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden war.
Noch ist das Urteil aus Oslo nicht rechtskräftig. Am Montag (13. Juli) hatte das Gericht entschieden, Høibys Untersuchungshaft um vier Wochen zu verlängern. Diese darf der 29-Jährige aber mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest verbringen.
Høiby hatte gegen das Gefängnisurteil Berufung eingelegt. Ein möglicher Prozess könnte im kommenden Jahr stattfinden. Ob der Norweger bis dahin im Hausarrest bleibt, ist unklar.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
VG: "Kronprinsesse Mette-Marit er skrevet ut av sykehuset"
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