Frühe Abreise
Infantino reist von der WM zur Beerdigung nach Katar
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Infantino verlässt WM und reist nach Katar
Videoclip • 01:11 Min • Ab 12
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Fußball-WM kurzfristig verlassen. Grund ist die Beerdigung von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani in Doha.
Das Wichtigste in Kürze
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die WM kurzfristig verlassen und ist zur Beerdigung von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani nach Katar gereist.
Auf Instagram schrieb Infantino, er habe sich "seinem Land, Katar" angeschlossen und fühle sich "als Katarer".
Gleichzeitig wächst der Druck auf den FIFA-Chef, weil FairSquare beim IOC Beschwerde wegen möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität eingereicht hat.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die laufende Fußball-WM kurz vor dem ersten Halbfinale vorübergehend verlassen. Wie "ntv Sport" berichtet, reiste der 55-Jährige nach Doha, um an der Beerdigung von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani teilzunehmen. Der Vater des Emirs von Katar war demnach am Sonntagmorgen (12. Juli) im Alter von 74 Jahren gestorben.
Nach dem Viertelfinale zwischen England und Norwegen machte sich Infantino den Angaben zufolge auf den Weg in den Golfstaat. Laut Medienberichten sei der FIFA-Chef in einem Privatjet von Qatar Airways geflogen. Pünktlich zum ersten Halbfinale am Abend soll er demnach wieder in den USA zurück sein.
Infantinos enge Verbindung zu Katar
Auf Instagram verabschiedete sich Infantino mit sehr persönlichen Worten von dem Verstorbenen. "Heute habe ich mich meinem Land, Katar, angeschlossen, um für den Mann zu beten, der Katar zu einer großartigen Nation gemacht hat", schrieb er. Weiter hieß es: "Heute fühle ich mich als Katarer und schließe mich Millionen von Menschen in ihren Gebeten an."
Externer Inhalt
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.
Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.
Die Reise unterstreicht einmal mehr Infantinos enge Verbindung zu Katar. Das Emirat war 2022 Gastgeber der Fußball-WM. Das Turnier stand damals allerdings massiv in der Kritik, unter anderem wegen des Umgangs mit Arbeitsmigrant:innen, die an Infrastrukturprojekten für die Weltmeisterschaft beteiligt waren.
Auch in den News:
Neue Kritik an FIFA während der WM
Während Infantino nun nach Katar reist, droht ihm bei der laufenden WM bereits neuer Ärger. Laut "ntv Sport" hat die Menschenrechtsorganisation FairSquare beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine zehnseitige Beschwerde gegen ihn eingereicht. Der Vorwurf: Infantino habe mehrfach gegen Regeln zur politischen Neutralität verstoßen.
Im Zentrum steht dabei laut dem Bericht seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump. FairSquare wirft Infantino vor, Trump politische Unterstützung signalisiert zu haben. Die Organisation spreche von "fünf eindeutigen Verstößen gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität". Das IOC hatte dem Bericht zufolge zuletzt noch einmal die Unabhängigkeit des Sports von staatlichem und wirtschaftlichem Druck betont.
Ob die Beschwerde Folgen für Infantino haben wird, ist offen. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte laut "ntv Sport" erklärt, die Ethikkommission werde sich damit beschäftigen, wenn eine formelle Beschwerde vorliege.
Verwendete Quellen:
ntv Sport: "FIFA-Boss trauert um Scheich"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Neue Spannunge
Trump lässt Berichte über iranische Drohnen auf Kuba prüfen

Nach Lungentransplantation
Mette-Marit aus Krankenhaus entlassen: Wiedersehen mit Sohn Marius

Nach US-Angriffen
Iran nach US-Angriffen geschwächt – warum das zur großen Gefahr werden kann

Reporterin vor Ort
Ahrtal-Drama: Wie die Familie eines Flutopfers um Gerechtigkeit kämpft

Falscher Alarm
Weimar: Filmdreh löst Polizeieinsatz mit Hubschrauber aus

Sauberkeits-Check
ADAC: Deutschlands bester unbewirtschafteter Rastplatz liegt bei Mannheim



