Neue Spannunge

Trump lässt Berichte über iranische Drohnen auf Kuba prüfen

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Trump kündigt neue Seeblockade an

Videoclip • 45 Sek • Ab 12


US-Präsident Donald Trump will prüfen lassen, ob der Iran Drohnen oder sogar Raketen auf Kuba lagert. Belege legte er nicht vor, drohte aber mit Konsequenzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump sagt, die USA prüfen Berichte über mögliche iranische Drohnenlager auf Kuba, legte dafür bislang aber keine Belege vor.

  • Parallel verschärfte Washington die Sanktionen gegen mehrere kubanische Einrichtungen aus Tourismus, Energie und Außenhandel.

  • Eine von Axios ausgewertete Analyse, spricht von mehr als 300 Militärdrohnen russischer und iranischer Herkunft auf Kuba seit 2023.

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, seine Regierung untersuche Hinweise, wonach der Iran auf Kuba Drohnen lagern könnte. Wie "Euronews" berichtet, sprach Trump am Montag im Oval Office von einem bislang unveröffentlichten Geheimdienstbericht. Wörtlich sagte er demnach: "Wenn sie dort Drohnen haben – und es ist gut möglich, dass sie dort welche haben –, werden wir uns darum kümmern." Außerdem erklärte er, seine Regierung "prüft das derzeit".

Auch das Portal "Kubakunde" berichtet, Trump habe durchblicken lassen, dass sich Außenminister Marco Rubio bereits mit der Angelegenheit befasse. Zugleich habe sich der Präsident vorsichtig geäußert: Es könne sein, dass entsprechende Bestände existierten – oder eben auch nicht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde Washington handeln.


Bislang keine Belege über iranische Drohnen auf Kuba veröffentlicht

Fest steht bisher nur, dass die US-Regierung den Vorgang nach eigenen Angaben prüft. Trump hat weder Fotos noch Geheimdienstunterlagen vorgelegt. Auch Angaben zur Zahl, zum Typ oder zum möglichen Lagerort der mutmaßlichen Waffen auf Kuba machte er nicht. Ebenso gibt es bislang keine bestätigten Hinweise auf eine unmittelbare Bedrohung. Kuba selbst hat sich zunächst nicht zu den Aussagen geäußert.

Brisant sind die Äußerungen auch wegen der angespannten Lage im Nahen Osten. Laut "Kubakunde" fielen Trumps Aussagen im Zusammenhang mit der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran um die Straße von Hormus. Gleichzeitig schloss Trump dem Bericht zufolge eine Verhandlungslösung mit Teheran nicht grundsätzlich aus.

Washington erhöht parallel den Druck auf Kuba

Fast zeitgleich verschärften die USA auch ihren Kurs gegenüber Kuba. Das US-Außenministerium setzte zehn kubanische Einrichtungen auf eine neue Sanktionsliste. Betroffen sind demnach unter anderem staatliche Stellen aus dem Tourismus-, Energie- und Außenhandelsbereich. Washington begründet die Maßnahmen damit, dass diese Einrichtungen bewaffnete und überwachende Strukturen des kubanischen Staates unterstützten.

Bereits im Juni hatten die USA Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, mehrere Angehörige seines Umfelds und Alejandro Castro Espín, den Sohn von Ex-Präsident Raúl Castro, verhängt. Rubio hatte Kuba zudem wiederholt vorgeworfen, ausländischen Geheimdiensten und linken Guerillagruppen Raum zu geben. Havanna weist solche Vorwürfe nach früheren Angaben zurück.

Auch in den News:

Bericht über Hunderte Drohnen seit 2023

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam das Thema durch eine von Axios ausgewertete Analyse, auf die sich mehrere Medien beziehen. Demnach soll Kuba seit 2023 mehr als 300 Militärdrohnen russischer und iranischer Herkunft erhalten haben. Die Analyse legt nahe, dass die kubanischen Streitkräfte prüfen könnten, ob diese Systeme im Konfliktfall gegen US-Ziele einsetzbar wären – darunter Guantánamo und Key West. Unabhängig bestätigt ist auch das bislang nicht.


Verwendete Quellen:

Euronews: "Iranische Drohnen auf Kuba? Trump lässt Geheimdienstbericht prüfen"

Kubakunde: "Trump: USA prüfen iranische Drohnen-Lagerung auf Kuba"

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