Nach US-Angriffen

Trotz geschwächter Armee: Warum der Iran jetzt besonders gefährlich sein könnte

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Weitere US-Angriffe auf den Iran (13. Juli)

Videoclip • 33 Sek • Ab 12


Teheran gilt militärisch als geschwächt – doch genau das könnte den Krieg zwischen dem Iran und den USA noch gefährlicher machen. Nahost-Expertin Scheller erklärt, warum das so ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran gilt militärisch als angeschlagen.

  • Doch laut Nahost-Expertin Bente Scheller könnte genau das die Lage weiter eskalieren lassen.

  • Trotz neuer Angriffe gibt aber auch noch Hoffnung auf Verhandlungen.

Wie gefährlich ist der Iran nach den jüngsten US-Angriffen und den militärischen Rückschlägen noch? Und gibt es überhaupt eine realistische Chance auf Frieden im Nahen Osten?

Nahost-Expertin Bente Scheller von der Heinrich-Böll-Stiftung sieht den Iran zwar militärisch geschwächt, warnt aber gleichzeitig vor einer besonders riskanten Phase. "Der Iran ist militärisch schwächer, als er es je zuvor vielleicht war in den letzten Jahren", sagt sie im :newstime-Interview. Gleichzeitig befinde sich das Regime jedoch "in einer Art Angriffsmodus", weil Teheran erkannt habe, dass ohne Fortschritte bei Verhandlungen weitere Angriffe drohten.

Frieden auch nach US-Angriffen möglich?

Trotz des tiefen Misstrauens hält Scheller neue Gespräche weiterhin für möglich. Dass der Iran bereits zweimal während laufender Verhandlungen angegriffen worden sei, habe das Vertrauen massiv beschädigt. Dennoch sei ein neuer diplomatischer Anlauf "nicht ausgeschlossen".

Voraussetzung dafür ist laut Scheller vor allem eine Rückkehr zu früheren Vereinbarungen – darunter die vollständige Öffnung der Straße von Hormus sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder.

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Kritische Rolle Israels in der Region

Kritisch blickt die Expertin auch auf Israel: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe "hoch gepokert", indem er den Iran teils ohne Absprache mit den USA angegriffen habe.

Israels Ziel, das iranische Atomprogramm entscheidend zu stoppen, sei offenbar bislang nicht erreicht worden. "Deswegen denke ich, Israel wird hier auch weiterhin versuchen, auf Trump einzuwirken, dass er eine gemeinsame militärische Strategie verfolgt", so die Nahost-Expertin.


Neue Eskalationsspirale nach gegenseitigen Angriffen

Nach der erneuten Eskalation rund um die Straße von Hormus wächst international die Sorge vor einer Eskalation des Kriegs in der Region. Während die USA ihre Angriffe auf iranische Ziele fortsetzen und  Trump sogar weitere Militärschläge ankündigt, reagiert Teheran mit Attacken auf Tanker und neuen Drohungen.

Die strategisch wichtige Meerenge am Persischen Golf wird damit erneut zum geopolitischen Krisenherd mit Auswirkungen auf Ölpreise, Handel und Sicherheit weltweit.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

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