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Mehrere Gleitschirmunfälle in den Alpen - Deutsche und Italiener tot

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von dpa

Gleitschirmfliegen ist besonders im Sommer ein beliebter Sport.

Bild: Tobias Hase/dpa


In Tirol und Südtirol haben sich mehrere schwere Gleitschirmunfälle ereignet. Zwei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere deutsche Piloten wurden verletzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine 28-jährige Frau aus Hessen und ein italienischer Tandempilot kamen bei zwei Unfällen in Tirol und Südtirol ums Leben.

  • Eine deutsche Passagierin blieb bei dem tödlichen Tandemflug unverletzt, zwei weitere deutsche Gleitschirmflieger wurden verletzt.

  • Nach Angaben der österreichischen Statistikbehörde wurden im vergangenen Jahr 78 Unfälle mit Gleit- und Hängegleitern registriert. Sechs Menschen starben.

In den Alpen haben sich innerhalb kurzer Zeit mehrere, teils tödliche Gleitschirmunfälle ereignet. Im österreichischen Bundesland Tirol kam eine 28-jährige Frau aus Hessen ums Leben, nachdem sie während eines Flugs gegen einen Baum geprallt war. In Südtirol starb zudem ein erfahrener italienischer Tandempilot. Seine 29 Jahre alte Passagierin aus Deutschland blieb nach Angaben der Rettungskräfte unverletzt. Außerdem wurden bei zwei weiteren Unfällen in Österreich deutsche Gleitschirmpiloten verletzt.

Die 28-Jährige aus Hessen wurde von einem Mann leblos in rund 40 Metern Höhe in einer Baumkrone entdeckt. Nach Angaben der Tiroler Polizei war sie im Bereich Neustift im Stubaital über einem Wald abgestürzt und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die Frau stammte aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Wie es zu dem Unglück kam, ist bislang noch unklar.

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Tödlicher Absturz bei Tandemflug

Der zweite tödliche Unfall ereignete sich auf der Seiser Alm in Südtirol in der Nähe eines Sessellifts auf rund 2.000 Metern Höhe. Der 58-jährige Pilot hatte eine 29-jährige Urlauberin aus Deutschland bei einem Tandemflug an Bord.

Augenzeugen zufolge geriet der Gleitschirm unmittelbar nach dem Start außer Kontrolle. Der Pilot lenkte zunächst zurück in Richtung Startplatz, bevor der Schirm gegen einen Baum prallte. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Schwächeanfall des Mannes den Unfall ausgelöst haben.

Die Bergrettung rückte mit einem Hubschrauber aus, doch die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Zu der unverletzten deutschen Passagierin machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben. Gerade in Südtirol, das auch bei deutschen Urlaubern beliebt ist, werden an vielen Orten Tandemflüge für unerfahrene Gäste angeboten.


Zwei weitere Deutsche verletzt

Auch zwei deutsche Gleitschirmpiloten verunglückten in Tirol. Ein 24-Jähriger aus dem Rhein-Sieg-Kreis stürzte aus etwa 25 Metern Höhe in den Achensee, nachdem sein Schirm aus bislang ungeklärter Ursache zusammengeklappt war. Bootsfahrer beobachteten den Absturz, retteten den Mann aus dem Wasser und brachten ihn ans Ufer. Anschließend wurde der Flugsportler mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Ein weiterer deutscher Pilot verletzte sich im Gebiet von Galtür. Nach Angaben der Tiroler Polizei verlor der 27-Jährige vermutlich wegen mangelnder Thermik rasch an Höhe und zog sich bei einer harten Landung nahe einer Berghütte Verletzungen zu. Der Mann lebt in Österreich.

Nach Angaben der österreichischen Statistikbehörde wurden im vergangenen Jahr 78 Unfälle mit Gleit- und Hängegleitern registriert. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Im Jahr 2024 waren 70 Unfälle mit fünf Todesopfern erfasst worden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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