Ostseewal als Bühnenstück

Ernst-Deutsch-Theater: Wal Timmy wird zum Theaterstück

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von Damian Rausch

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Drama um Ostsee-Wal "Timmy" kommt ins Theater

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Das Schicksal des Buckelwals Timmy bewegte im Frühjahr Millionen Menschen. Nun wird die Geschichte des Tieres auf einer Hamburger Theaterbühne künstlerisch verarbeitet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Ernst-Deutsch-Theater feierte das Stück "Timmy – die Hope stirbt zuletzt" über den Buckelwal Premiere.

  • Die Inszenierung greift neben Timmys Geschichte auch die hitzigen Debatten rund um die Rettungsversuche in den sozialen Medien auf.

  • Nach der Aufführung diskutierten Beteiligte der Rettungsaktion und Tierschützer über den Umgang mit dem Wal.

Der Buckelwal Timmy bewegte im Frühjahr Millionen Menschen, als er sich in die Ostsee verirrte und schließlich starb. Nun ist seine Geschichte auf die Theaterbühne gekommen. Der Schauspieler Enrique Fiß und Regisseur Alexander Klessinger haben die Ereignisse im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater künstlerisch verarbeitet. Das Stück trägt den Titel "Timmy – die Hope stirbt zuletzt".

Nach Angaben der Autor:innen  geht es dabei nicht nur um den Wal selbst, sondern auch um die Reaktionen der Menschen. Die Inszenierung verbindet Elemente aus Theater, Konzert und Performance und erzählt Timmys Geschichte als moderne Passionsgeschichte. Gleichzeitig soll sie die Frage aufwerfen, warum Menschen in einer von Krisen geprägten Zeit so viel Bedeutung in das Schicksal eines einzelnen Tieres legen.

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Ein zentrales Thema der Aufführung ist die hitzige Debatte, die sich während der Rettungsversuche in den sozialen Medien entwickelte. Während einige den Wal um jeden Preis retten wollten, hielten andere ein Eingreifen für falsch. Enrique Fiß beschäftigt vor allem, wie schnell die Diskussion eskalierte und sich die Lager gegenseitig angriffen, obwohl alle das gleiche Ziel verfolgten.

Im Anschluss an die Aufführung diskutierten unter anderem Tierärztin Kirsten Tönnies, die an einem Rettungsversuch beteiligt war, sowie Tierschutzaktivisten über den Umgang mit dem Wal. Den Abschluss des Abends bildete ein Konzert der Berliner Band Tulpe mit ihrem bewusst provokant betitelten Song "Sprengt den Wal".


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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