Streit um Staatsbürgerschaft

Trump-Verbündeter fordert Sterilisierung von Ausländern nach Urteil zu Geburtsrecht

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Schwere Schlappe für US-Präsident Trump

Videoclip • 27 Sek • Ab 12


Nach einem Urteil des Supreme Court zum Geburtsortsprinzip in den USA sorgt ein Verbündeter von Donald Trump mit radikalen Forderungen für Empörung. Sean Davis, Chef des rechten US-Mediums "The Federalist", sprach von Einreiseverboten, Sterilisierung und sogar von einer Auflösung der Union.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sean Davis fordert nach einem Urteil zum Geburtsortsprinzip drastische Maßnahmen gegen Ausländer:innen.

  • Zu seinen Vorschlägen gehören Einreiseverbote für Schwangere und die Forderung nach einer "Sterilisierung" ausländischer Besucher:innen.

  • Kritiker:innen aus Medien und Politik reagieren mit Entsetzen und bezeichnen die Aussagen als extrem und verstörend.

Ein Verbündeter von Donald Trump hat mit drastischen Aussagen zur US-Einwanderungspolitik scharfe Kritik ausgelöst. Sean Davis, Geschäftsführer des rechtskonservativen US-Portals "The Federalist", reagierte damit auf ein Urteil des Supreme Court zum sogenannten Birthright Citizenship, also dem automatischen Anspruch auf die US-Staatsbürgerschaft für viele in den USA geborene Kinder.

In einem Social-Media-Beitrag machte Davis mehrere extreme Vorschläge. Laut dem Blatt "The Independent" forderte er unter anderem, "allen schwangeren Ausländer:innen die Einreise zu verweigern". Außerdem schrieb er, man solle "von allen ausländischen Besucher:innen vor der Einreise eine Sterilisierung verlangen". Die Aussagen beziehen sich auf die Debatte um die Auslegung des 14. Verfassungszusatzes in den USA.

Radikale Reaktion auf Gerichtsurteil

Auslöser war ein Urteil des Supreme Court, das einen Versuch von Ex-Präsident Trump zurückgewiesen hat, das Geburtsortsprinzip per Dekret einzuschränken. Davis kritisierte dabei auch konservative Richter:innen des Gerichts scharf. Er sprach von einer angeblichen "Aufhebung" des 14. Zusatzartikels und warf Richter John Roberts und Amy Coney Barrett vor, eigenes Recht an die Stelle der Verfassung zu setzen.

Zu seinem Sieben-Punkte-Plan gehörten auch Forderungen, Bundesstaaten sollten keine Geburtsurkunden mehr für Kinder von Nicht-Staatsbürger:innen ausstellen. Zudem brachte er eine Erweiterung des Supreme Court ins Spiel. Besonders scharf fiel sein sechster Punkt aus. Davis schrieb demnach: "Die Union auflösen. Ein Land, das nicht einmal einschränken kann, wer Bürger:in wird, ist kein Land."

Die Reaktionen auf diese Aussagen ließen nicht lange auf sich warten. Der frühere Jurist und "New-York-Times"-Kolumnist David French schrieb: "Diese ganze Liste ist völlig verrückt." Er nannte die Vorschläge "absolut bizarr" und verwies darauf, dass das Geburtsortsprinzip in den USA seit Generationen gelte.

Auch in den News:

Kritik aus Medien und Politik

Auch andere Beobachter:innen äußerten sich entsetzt. Der politische Journalist Isaac Saul schrieb laut "Independent", der Chef von "The Federalist" fordere "die Zwangssterilisierung von Ausländer:innen und die Auflösung der Union". Er bezeichnete den Vorstoß als "völlig durchgedreht". Auch CNN-Moderator Jake Tapper reagierte demnach mit Spott auf den Beitrag.

Die Debatte zeigt, wie emotional und polarisiert die Auseinandersetzung über Einwanderung und Staatsbürgerschaft in den USA geführt wird. Besonders brisant ist, dass die Aussagen von einer prominenten Figur aus dem pro-Trump-Medienumfeld kommen. Davis hatte nach Angaben des Quellenauszugs selbst vor dem Senat erklärt, seine Beiträge in sozialen Netzwerken seien oft "meinungsstark und provokativ".


Verwendete Quellen:

The Independent: "MAGA advocate calls for ban on pregnant women traveling to US and 'sterilization of all foreign visitors'"

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