Hohe Waldbrandgefahr

Saurüsselkopf: Katastrophenfall wegen Waldbrand in den Chiemgauer Alpen

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

:newstime

Schon jetzt hohe Waldbrandgefahr

Videoclip • 01:38 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Am Saurüsselkopf bei Ruhpolding in den Chiemgauer Bergen brennt es weiter. In dem schwer zugänglichen Gebiet wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Für ganz Bayern besteht Stufe drei von fünf auf dem Waldbrandgefahrenindex.

Das Landratsamt Traunstein hat wegen des Brandes am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen den Katastrophenfall ausgerufen. An dem Berg lodern seit Sonntagabend (3. Mai) die Flammen. Das Gebiet ist schwer zugänglich.

Die Brandursache ist noch unklar. Für ganz Bayern gab der Deutsche Wetterdienst für Montag (4. Mai) auf dem Waldbrandgefahrenindex die Stufe drei von fünf aus. In einigen Regionen unter anderem in Alpennähe war es Stufe vier. In den nächsten Tagen soll die Gefahr mit aufkommendem Regen sinken.

Auch in den News:

Am Saurüsselkopf wurde der Katastrophenfall ausgerufen

Im Zentrum der Einsatzmaßnahmen stehe das Trinkwasserschutzgebiet des Ruhpoldinger Ortsteils Laubau, erläuterte das Landratsamt. Ziel sei es, eine weitere Ausbreitung des Brandes innerhalb des Schutzgebiets zu verhindern und alle verfügbaren Kräfte und Mittel bestmöglich einzusetzen.

Die Feststellung des Katastrophenfalls, sei angesichts der Lage ein notwendiger Schritt, erläuterte Danzer laut Mitteilung. "Jetzt geht es darum, alle Kräfte bestmöglich zu koordinieren und das Trinkwasserschutzgebiet Laubau wirksam zu schützen." Zum Einsatzleiter sei Kreisbrandrat Christoph Grundner bestellt worden.

Der Brand war am Sonntagabend (3. Mai) nach tagelanger Trockenheit mit warmen Temperaturen und Sonnenschein ausgebrochen.

- Anzeige -
- Anzeige -

Dichter Rauch steigt weiterhin auf - vier bis fünf Hektar Waldfläche betroffen

Dichter Rauch steigt weiter aus einem bewaldeten Berg auf, wie auch aktuelle Bilder einer Webcam zeigen. Mehrere Hubschrauber starteten zu Löschflügen, um den Brand aus der Luft zu bekämpfen. Laut der Gemeinde Ruhpolding waren am Montagmorgen (4. Mai) rund vier bis fünf Hektar Waldfläche betroffen.

Die Feuerwehr kämpft parallel dazu am Boden gegen das Feuer, etwa mit Bewässerungsmaßnahmen entlang der Forstwege im Bereich Seekopf. Die Lage werde laufend überwacht und bewertet. Ein direktes Eingreifen am Boden sei wegen der steilen und schwer zugänglichen Lage "nicht zielführend und würde eine Gefährdung für die einzelnen Kräfte darstellen", hatte die Gemeinde erläutert.

Feuerwehren aus Ruhpolding und umliegenden Orten wurden zusammengezogen. Laut Landratsamt sind rund 175 Kräfte im Einsatz.

Im betroffenen Gebiet südlich des Ortsteils Laubau und der Chiemgau Arena könnte es außerdem Ascheregen geben. In diesem Fall sollten Anwohner:innen Fenster und Türen geschlossen halten und den Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit reduzieren.

Aktuell bestehe aber keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Dennoch mahnte die Gemeinde, das Gebiet weiträumig zu meiden und die Zufahrtswege für Einsatzkräfte freizuhalten.

"Wenn sich Anhaltspunkte für eine Straftat ergäben, also etwa Brandstiftung, würde die Polizei ermitteln. Momentan gibt dafür aber keinen Anhaltspunkt." sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag.

Es habe am Wochenende (2./3. Mai) einige kleinere Brände an Wiesen, Hecken und am Schilfgürtel eines Sees gegeben, die wahrscheinlich auf die warme Witterung zurückzuführen seien. "Bei keinem Brand haben wir bisher Hinweise auf eine Brandstiftung."


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken