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Klopp vor DFB-Deal: Red Bull gibt offenbar grünes Licht
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von Claudia Scheele:newstime
Mehr als Nagelsmann: So viel soll Klopp verdienen
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Jürgen Klopp ist dem Job als Bundestrainer offenbar sehr nah. Nach dpa-Informationen hat der DFB mit Red Bull eine zentrale Hürde aus dem Weg geräumt.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dpa-Informationen hat der DFB mit Red Bull eine wichtige Hürde für ein Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer aus dem Weg geräumt.
Der Wechsel ist noch nicht offiziell, weil Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des DFB einem Vertrag erst zustimmen müssen.
Eine Einigung könnte schon sehr bald komplett sein, eine Präsentation Klopps als neuer Bundestrainer gilt bereits in der kommenden Woche als möglich.
Jürgen Klopp steht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kurz vor einem Wechsel zum Deutschen Fußball-Bund (DFB). Demnach hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf bei einem Treffen mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff in München eine Einigung erzielt. Damit wäre die größte offene Hürde auf dem Weg zu Klopp als neuem Bundestrainer genommen.
Der Trainerposten ist nach dem frühen WM-Aus gegen Paraguay und dem anschließenden Rücktritt von Julian Nagelsmann frei. Klopp könnte damit der 13. Chefcoach der Nationalmannschaft werden. Offiziell ist der Deal aber noch nicht abgeschlossen, weil im DFB noch formale Zustimmungen fehlen.
Gremien müssen noch zustimmen
Der Verband hatte bereits nach einem Treffen von Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Klopp in New York klargemacht, dass ein möglicher Vertrag noch durch die zuständigen Gremien muss. Wörtlich hieß es vom DFB: "Ein möglicher Vertrag muss final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden".
Dass die Einigung mit Mintzlaff nur einen Sitzungstag brauchte, wird als wichtiges Signal gewertet. Noch offen ist aber, zu welchen Bedingungen Red Bull Klopp aus seinem eigentlich bis 2029 laufenden Vertrag als Head of Global Soccer herauslässt. Unklar ist etwa, ob Klopp parallel repräsentative Aufgaben für Red Bull behalten könnte oder ob eine Ablöse fällig wird.
DFB wollte hohe Ablöse vermeiden
Nach dpa-Informationen wollte der DFB möglichst keine hohe Zahlung leisten. Zuletzt hieß es, dass es eher um symbolische Lösungen als um eine Millionen-Abfindung gehen könnte. Ein offizielles Statement zu den genauen Bedingungen gab es nach dem Treffen zunächst nicht.
Der DFB hatte zuvor bereits erklärt: "Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen – vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull – letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können". Genau diese Einigung scheint nun näher gerückt zu sein.
Präsentation schon nächste Woche möglich
Erwartet wird zwar noch ein direktes Gespräch zwischen Klopp und Mintzlaff, entscheidend für das grundsätzliche Zustandekommen des Wechsels soll das aber wohl nicht mehr sein. Eine finale Einigung könnte deshalb schon vor dem WM-Finale fallen. Auch eine Vorstellung Klopps als neuer Bundestrainer gilt nach dpa-Informationen bereits in der kommenden Woche als möglich.
Für den DFB wäre Klopp die prominenteste Lösung für den Neustart. Lars Ricken, Sportchef von Borussia Dortmund, nannte ihn ein "Rundum-Problemlöser-Paket". Zugleich warnte er, ein Nationaltrainer allein könne nicht alle strukturellen Probleme des deutschen Fußballs lösen.
Klopp selbst wäre der Job als Nationaltrainer Neuland. Als Vereinstrainer war er jedoch extrem erfolgreich: Er führte Mainz 05 in die Bundesliga, gewann mit Borussia Dortmund Meisterschaft und Pokal und holte mit dem FC Liverpool unter anderem die Champions League und die englische Meisterschaft. Sollte der DFB-Deal nun tatsächlich in den nächsten Tagen finalisiert werden, hätte Klopp noch ausreichend Zeit, den Neustart für die anstehenden Länderspiele Ende September vorzubereiten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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