Referee und Ausbilder

Eugen Strigel ist tot: DFB trauert um ehemaligen Bundesliga-Schiri

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

Von 1987 und 1995 leitete Strigel insgesamt 70 Bundesliga-Spiele. (Archivbild)

Bild: Franz-Peter Tschauner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++


Eugen Strigel war über Jahre hinweg ein prägendes Gesicht des deutschen Schiedsrichterwesens. Wie der DFB mitteilte, ist der ehemalige Referee nun verstorben.

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Eugen Strigel ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Dies erfuhr der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aus Familienkreisen.

"Wir sind tieftraurig und bestürzt von Eugens Tod. Noch bis vor einigen Monaten war er jede Woche unterstützend im Video-Assist-Center in Köln im Einsatz, zuletzt begleitete er mich bei manchen Beobachtungen im Stadion", wird Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, in einer Pressemitteilung des Fußball-Verbands zitiert. "Er wird uns nicht nur als stets kompetenter Ansprechpartner oder Motivator fehlen, sondern in erster Linie auch als Mensch und Freund."

"Pfiff des Tages" im "Aktuellen Sportstudio"

In der Bundesliga pfiff Strigel zwischen 1987 und 1995 insgesamt 70 Bundesliga-Partien. Seine letzte aktive Partie als Referee war das DFB-Pokalfinale 1995 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg. Nach seiner Karriere auf dem Platz wurde er Schiedsrichter-Lehrwart. Über 15 Jahre hinweg war er mit der Aus- und Weiterbildung der deutschen Unparteiischen betraut. Zudem war er von 1998 bis 2010 stellvertretender Schiedsrichter-Chef des DFB.

Viele kannten Strigl auch vom Format "Pfiff des Tages". Im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF kommentierte der ehemalige Referee Schiedsrichterleistungen bei der WM 2002 und der EM 2004 sowie Entscheidungen bei Spielen der Bundesliga.

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Verwendete Quellen

Deutscher Fußball-Bund: "Ein Leben für die Schiedsrichterei: Trauer um Eugen Strigel"

Nachrichtenagentur dpa

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