Fahrlässige Tötung?

Unfall mit zwei toten Schülern in Dinslaken: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Autofahrerin

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

Sat.1 NRW

Dinslaken: Zwei Schüler sterben auf dem Schulweg (27. Mai)

Videoclip • 57 Sek


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Nach dem Unfall mit zwei getöteten Zwölfjährigen nimmt die Justiz die 47-jährige Fahrerin ins Visier. Die Frau hatte bereits 2025 einen Crash nach Ohnmacht verursacht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Autofahrerin fährt in Dinslaken mit ihrem Wagen in eine Gruppe von Schulkindern – zwei Zwölfjährige sterben.

  • Gegen die 47-Jährige wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

  • Ein medizinischer Notfall könnte die Unfallursache sein, da die Frau bereits im Vorjahr einen Ohnmachtsanfall am Steuer hatte.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die Autofahrerin eingeleitet, die am Mittwochmorgen (27. Mai) in Dinslaken drei Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums erfasste. Zwei der zwölfjährigen Jungen starben an ihren schweren Verletzungen, ein dritter Schüler kam mit leichten Blessuren davon.

Liefert ein Ereignisrekorder wichtige Informationen?

Im Zentrum der Untersuchungen steht nun ein medizinisches Gerät: Die 47-Jährige trägt laut der Staatsanwaltschaft einen sogenannten Ereignisrekorder – ein implantiertes Überwachungssystem, das ihre Herzaktivität kontinuierlich aufzeichnet. Dieses Gerät sei ihr nach einem früheren Zwischenfall eingesetzt worden: Bereits im Mai 2025 habe die Frau wegen eines plötzlichen Ohnmachtsanfalls am Steuer einen Verkehrsunfall verursacht.

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Die Ermittler:innen sollen nun die Daten des Rekorders auswerten, um zu klären, ob auch diesmal ein medizinischer Notfall zum Kontrollverlust führte. Solche Geräte werden eingesetzt, um plötzliche Bewusstlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen zu dokumentieren, die bei herkömmlichen Langzeit-EKGs möglicherweise unentdeckt bleiben.


Unfall soll rekonstruiert werden

Parallel dazu haben die Behörden das Fahrzeug der Frau sichergestellt und einen Sachverständigen mit der Rekonstruktion des Unfallhergangs beauftragt. Die 47-Jährige selbst liegt weiterhin mit schweren Verletzungen im Krankenhaus und ist nicht vernehmungsfähig.

Der Unfall ereignete sich kurz vor Schulbeginn gegen 7:45 Uhr. Die drei Jungen waren auf Fahrrädern unterwegs zum Unterricht, als die Autofahrerin in die Gruppe fuhr. Nach der Kollision rammte ihr Wagen noch drei weitere geparkte Fahrzeuge.

Der Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung erklärte, dass bei internistischen Notfällen wie Herzaussetzern Autofahrer:innen verkrampfen und ungewollt das Gaspedal durchdrücken könnten. Eine Studie seiner Stiftung vom Oktober 2025 habe gezeigt, dass medizinische Notfälle häufiger als angenommen für Unfälle verantwortlich seien.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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