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Klimaanlagen-Engpass in Deutschland: Nachfrage explodiert – Kühlgeräte werden Luxus

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Mehr Deutsche wollen Klimaanlage kaufen

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Tropische Temperaturen in Deutschland sorgen für leere Regale, denn: Ventilatoren und Klimageräte sind bundesweit nahezu ausverkauft. Die Branche macht wenig Hoffnung auf schnelle Abhilfe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Temperaturen in Deutschland stiegen kürzlich auf bis zu 40 Grad – und mit ihnen die Nachfrage nach Klimageräten.

  • Mittlerweile sind vor allem mobile Anlagen restlos in den jeweiligen Fachmärkten ausverkauft.

  • Auch bei den Lieferungen kommt es zum Engpass: Produktion und Transport benötigen Zeit, Lagerungen sind mit enormen Kosten verbunden.

Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke treibt verzweifelte Kund:innen in die Geschäfte – doch dort herrscht gähnende Leere. Kühlgeräte und Ventilatoren sind in Deutschland vielerorts komplett vergriffen.

Auch in den News:

Nachlieferungen bleiben diesen Sommer aus

Die Situation ist schwierig, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa): Bei Hornbach gibt es mobile Klimageräte überhaupt nicht mehr, Ventilatoren nur noch vereinzelt. Einen Liefertermin für Nachschub kann die Baumarktkette derzeit nicht nennen. Auch Bauhaus erwartet für diesen Sommer keine weiteren Mengen mehr, neue Bestellungen treffen erst im Herbst ein. Ebenso meldet MediaMarkt/Saturn eine "sehr hohe Nachfrage" und rechnet für die laufende Sommersaison mit ausbleibenden Nachlieferungen.

"Das Ausmaß dieser Entwicklung war nur schwer vorhersehbar", räumt die Elektronikfachmarktkette Euronics gegenüber der dpa ein. Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Bundesverbands Technik des Einzelhandels, spricht von einer regelrechten Explosion der Nachfrage. Das Problem: "Vor allem bezahlbare und qualitativ gute Geräte lassen sich nicht per Knopfdruck nachliefern", erklärt Kahnt. Produktion und Transport benötigten Zeit.

Immer mehr schaffen sich Klimageräte an

Der Handel steckt in einem Dilemma: Riesige Vorräte für heiße Wochen bereitzuhalten, würde enorme Lagerkosten verursachen und viel Kapital binden – mit dem Risiko, dass die Geräte im schlimmsten Fall bis zum übernächsten Sommer ungenutzt bleiben.

Fakt ist: In diesem Jahr bleibt die Nachfrage groß. Der Anteil der Deutschen, die planen, sich eine Klimaanlage zuzulegen, ist innerhalb eines Jahres von 10 auf 20 Prozent gestiegen. Besonders ausgeprägt sind die Kaufpläne bei Menschen zwischen 25 und 54 Jahren – bis zu 27 Prozent von ihnen beabsichtigen eine Anschaffung.

Groß ist auch die Verzweiflung derer, die kein Gerät mehr abbekommen. Ende Juni explodierten die Suchanfragen nach Klimaanlagen von rund 118.000 auf knapp 2,47 Millionen innerhalb einer Woche. "Ich brauche dringend zwei Ventilatoren", schreibt etwa ein Elternteil auf der Online-Plattform Kleinanzeigen, mit dem Zusatz, dass sie überall ausverkauft seien.


Die Lösung: Split-Geräte?

Alternativen zu den mobilen Klimageräten gibt es – wenn auch teurer. Sogenannte Split-Anlagen haben eine Außen- und eine Inneneinheit. In der Regel sind sie effizienter und leistungsfähiger als andere Modelle. Auch hier ist die Nachfrage groß, Geräte sind aber noch ausreichend vorhanden. Aber es gibt ein Problem.

Die Split-Geräte dürfen laut dem Deutschen Verband für Kälte-Klima-Fachbetriebe nur von zertifizierten Expert:innen installiert werden. "Sehr viele Kunden wollen noch möglichst kurzfristig eine Klimaanlage installiert bekommen", so der Verband. Die Betriebe seien in den Sommermonaten mit Service, Reparatur und Wartung bestehender Anlagen allerdings so stark ausgelastet, dass ein Einbau nicht kurzfristig möglich sei. Aktuell liege die durchschnittliche Wartezeit bei etwa drei Monaten. Fragt sich nur, wer das Gerät noch in den Herbstmonaten nutzt.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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