Verhandlungsbedarf

Trump bezeichnet Kim Jong-un als "Freund": Atomwaffen für Nordkorea – aber nicht für den Iran

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Trump zu Nordkoreas Atomwaffen: "Kim ist mein Freund"

Videoclip • 57 Sek • Ab 12


Die einen dürfen Atomwaffen besitzen, die anderen nicht – zumindest, wenn es nach dem US-Präsidenten geht. Während Donald Trump die nuklearen Forderungen des Irans vehement abwehrt, bleibt er bei Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un locker.

Donald Trump werde "niemals zulassen", dass der Iran eine Atomwaffe habe – das hatte der US-Präsident bereits mehrfach betont. Während der Republikaner das Land im Februar als "weltweit größten Förderer des Terrors" betitelte, geht er mit Pjöngjang auf Kuschelkurs.

Auf die Frage einer Journalistin, warum der Iran keine Atomwaffen haben dürfe, Nordkorea aber schon, antwortete der Präsident, Kim Jong-un sei sein "Freund". Zu Verhandlungen zwischen den beiden kam es trotz dieses vermeintlich guten Verhältnisses aber nicht.

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Kim Yo-jong: Trumps Forderungen seien "realitätsfern"

In den langwierigen Atomverhandlungen hatte Präsident Trump immer wieder darauf gepocht, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzen dürfe. Seit Monaten ist das Thema Kernstreitpunkt zwischen Washington und Teheran. Auch die blockierte Straße von Hormus sorgt immer wieder für Konfliktpotenzial.

Anders scheint es um Trumps Beziehung zu Nordkoreas oberstem Führer Kim Jong-un zu stehen – so betonte es zumindest der US-Präsident. In seiner ersten Amtszeit hatte er sich mehrmals mit Kim getroffen. Auf konkrete Gesprächsangebote des Republikaners bezüglich eines Atomprogramms ging Pjöngjang bislang allerdings nicht ein.

Doch auch die nordkoreanische Seite verwies immer wieder auf ein gutes persönliches Verhältnis zwischen Kim und Trump. Zuletzt hatte Kim Yo-jong, die Schwester des nordkoreanischen Machthabers, erklärt, Kim hege "gute Erinnerungen und Gefühle" gegenüber den US-Präsidenten. Trumps Forderungen einer Denuklearisierung des Landes wies sie allerdings als "realitätsfern" zurück.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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