Finanzierung mit Steuergeldern
Midterms-Wahlkampf: Trump-Werbespots sorgen für Kontroversen
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
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Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen sorgen Pro-Trump-Videos für heftige Debatten. Kritiker:innen vermuten, dass dafür möglicherweise öffentliche Gelder eingesetzt wurden.
Das Wichtigste in Kürze
Im November stehen in den USA die Zwischenwahlen an.
Mehrere von der Trump-Regierung finanzierte Videos sorgen nun für Diskussionen.
Kritiker:innen sehen die Videos als Wahlwerbung an, wofür in den USA keine Steuergelder verwendet werden dürfen.
Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA haben mehrere von der Regierung finanzierte Videos mit Botschaften von Präsident Donald Trump für Aufregung gesorgt. Demokraten bezeichneten die Videos als Wahlwerbung, auch Politiker von Trumps Republikanern äußerten sich kritisch. Für Wahlwerbung dürfen in den USA keine Steuergelder verwendet werden. Das Weiße Haus wies die Kritik zurück.
Die Videos sind vor allem als Anti-Kommunismus-Botschaft inszeniert. Eins ähnelt einem Wahlwerbespot Trumps aus dem Jahr 2024. Trump spricht in dem Schwarz-Weiß-Video von der "letzten Schlacht". Man werde "Kommunisten, Marxisten und Faschisten vertreiben". In einem weiteren singt ein Chor im Hintergrund wieder und wieder die Worte "Love me". Trumps Stimme ist zu hören: "Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein." Im Video ist eingeblendet: "finanziert von der US-Regierung".
Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, sprach von einer "korrupten Verwendung amerikanischer Steuergelder". Trump habe während der Hauptsendezeit auf mehreren Kanälen einen parteipolitischen Wahlwerbespot ausstrahlen lassen, für den die US-Steuerzahler bezahlt hätten, sagte Schumer im Senat.
Auch Kritik von den Republikanern
Auch einige republikanische Senatoren äußerten sich kritisch. John Thune, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, sagte laut der Zeitung "The Hill", Trumps Botschaft sollte nicht aus Steuergeldern finanziert werden. Ähnlich äußerte sich der Republikaner Mike Rounds: "Ich denke, sie müssen diese Strategie überdenken", sagte er.
Das Weiße Haus erklärte laut dem Sender CNN, es handle sich bei den Videos "ganz eindeutig nicht um Wahlwerbung". Vielmehr handle es sich um Kampagnen zur Aufklärung der Öffentlichkeit.
Auch in den News:
Spots wurden landesweit Dutzende Male ausgestrahlt
Das "Wall Street Journal" schrieb, dass die Spots allein bis Sonntagabend fast 90 Mal landesweit ausgestrahlt worden seien, unter anderem auf den Sendern Fox News und CBS. Auf Regionalsendern liefen die Videos demnach mehr als 2.300 Mal. Laut CNN wurde das Video am Sonntag während mindestens zwei NFL-Football-Spielen ausgestrahlt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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