Finanzkriminalität

Großrazzia gegen Rocker der "Hells Angels" in mehreren Bundesländern

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Großrazzia gegen "Hells Angels"

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


Mit mehr als 1.000 Einsatzkräften durchsucht die Polizei in mehreren Bundesländern und auch im europäischen Ausland ein Geldwäsche-Netzwerk um die Rocker der "Hells Angels".

Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei mit mehr als 1.000 Einsatzkräften in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk um die Rocker der "Hells Angels" vor. Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Insgesamt sollen Vermögenswerte in Höhe von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmt werden.

Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, richtet sich der Einsatz gegen ein internationales Netzwerk von Geldwäschern sowie gegen eine kriminelle Vereinigung. Bei dieser handelt es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um die "Hells Angels". Insgesamt werden laut Polizei mehr als 100 Objekte durchsucht, es gibt 71 Beschuldigte.

Darunter sind laut den Ermittlungsbehörden "Verantwortliche eines bundes- und europaweit tätigen Geldwäschenetzwerks und hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung". Ihnen werde "insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug und gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen", hieß es in einer Mitteilung. Außerdem gehe es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.

Razzia gegen "Hells Angels"

Mehr als 1.000 Polizist:innen sind im Einsatz.

Bild: Christoph Reichwein/dpa


Durchsuchungen in zahlreichen Bundesländern

Die Polizei berichtete von zahlreichen Durchsuchungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Parallel dazu finden den Angaben zufolge Durchsuchungen von sechs Objekten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern sowie von sieben Objekten in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden in eigener Zuständigkeit statt.

"Der Fall verdeutlicht exemplarisch die Verflechtung krimineller Gruppierungen im Bereich der Organisierten Kriminalität und der internationalen Wirtschaftskriminalität", so die Ermittler:innen: "Durch professionelle Verschleierungshandlungen werden dabei erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt und durch Straftaten erlangtes Vermögen unter anderem in Firmen und Grundbesitz investiert."

Nach Berichten der "Bild"-Zeitung laufen die Ermittlungen bereits seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt war demnach eine spektakuläre Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022. Bei der Auseinandersetzung in dem Stadtteil von Duisburg mit mehr als 100 Beteiligten waren damals Rocker mit Mitgliedern einer türkisch-libanesischen Großfamilie aneinandergeraten.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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