Garten und Verbraucherschutz
Stiftung Warentest moniert PFAS in Sonnenschirmen
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
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Ein Sonnenschirm soll Schatten spenden und vor UV-Strahlen schützen. Stiftung Warentest zeigt jetzt, was bei Größe, Standfestigkeit und Schadstoffen wichtig ist.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest hat elf Sonnenschirme geprüft, nur ein Modell erhielt die Note "gut", mehrere fielen wegen Schadstoffen oder Schwächen bei Sicherheit und Haltbarkeit durch.
Für vier bis sechs Personen reichen meist drei Meter Durchmesser, der Schirm sollte die Fläche aber an jeder Seite um 50 Zentimeter überragen und einen ausreichend schweren Ständer haben.
Fast alle getesteten Schirme bieten guten UV-Schutz, trotzdem solltest du auch im Schatten Sonnencreme nutzen, weil Strahlen seitlich reflektiert werden können.
Wer für Balkon, Terrasse oder Garten einen Sonnenschirm kaufen will, sollte nicht nur auf Farbe und Preis schauen. Laut "Stiftung Warentest" unterscheiden sich die Modelle deutlich bei UV-Schutz, Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffen. In der Ausgabe "test" 7/2026 wurden elf Sonnenschirme mit rund drei Metern Durchmesser geprüft, darunter sechs Ampel- und fünf Marktschirme.
Das Ergebnis fällt gemischt aus: Nur ein einziger Schirm bekam insgesamt die Note "gut", mehrere Modelle wurden sogar als "mangelhaft" bewertet. Ein zentrales Problem waren laut "Stiftung Warentest" PFAS im Bezug. Sechs von elf getesteten Schirmen enthielten hohe Mengen dieser Chemikalien, die in der EU teils bereits verboten sind.
Größe, Bauart und Ständer sind entscheidend
Für die richtige Größe gilt laut Stiftung Warentest: Der Schirm sollte die zu beschattende Fläche an jeder Seite um 50 Zentimeter überragen. Für einen Esstisch mit vier bis sechs Personen reichen meist drei Meter Durchmesser. Für größere Loungegruppen sollte es eher ein Vier-Meter-Schirm sein.
Auch die Bauart spielt eine Rolle. Marktschirme mit Mittelstab sind oft günstiger und einfacher. Ampelschirme hängen an einem seitlichen Arm, lassen den Platz darunter frei und sind meist flexibler verstellbar. Dafür sind sie in der Regel schwerer und teurer. Wichtig ist in jedem Fall ein ausreichend massiver Ständer. Für Ampelschirme mit etwa drei Metern Durchmesser empfehlen Anbieter laut Warentest teils ein Gewicht von bis zu 200 Kilogramm.
Sonnenschirm – und trotzdem Sonnencreme
Praktisch ist ein neigbarer Schirm, vor allem wenn die Sonne tiefer steht. Bei der Farbe haben helle Stoffe einen Vorteil: Sie reflektieren Sonnenlicht besser, darunter bleibt es oft kühler. Dunklere Stoffe wirken dafür unempfindlicher gegen sichtbaren Schmutz.
Beim UV-Schutz schnitten fast alle getesteten Modelle gut oder sehr gut ab. Bis auf ein Modell erreichten sie laut Stiftung Warentest einen Schutzfaktor 80 und ließen im Labor weniger als 0,1 Prozent der schädlichen UVB-Strahlen durch. Trotzdem raten die Tester:innen klar dazu, auch unter dem Sonnenschirm Sonnencreme zu benutzen. Wände und andere Flächen können Strahlen seitlich unter den Schirm reflektieren.
Auch in den News:
Pflege schützt vor Schimmel und Ausbleichen
Auch bei der Pflege gibt es klare Empfehlungen. Der Bezug sollte nur trocken ausgebürstet werden. Zusammengefaltet werden sollte der Schirm erst dann, wenn er vollständig trocken ist, damit sich kein Schimmel bildet.
Hilfreich ist außerdem eine Schutzhülle. Sie hält Schmutz ab und kann dazu beitragen, dass die Farbe langsamer ausbleicht. Gerade weil gute Modelle nicht automatisch teuer sein müssen und teure Produkte im Test teils durchfielen, lohnt sich vor dem Kauf ein genauer Blick auf Konstruktion, Standfestigkeit und Material.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Stiftung Warentest: "Sonnenschirme im Test: Schattenspender mit Schattenseite"
Stiftung Warentest: "So wählen Sie den passenden Sonnenschirm aus"
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