Börse verunsichert

SpaceX-Aktie rauscht ab – doch Musk macht irres Billionen-Versprechen

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

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Elon Musk: Niemand muss in Zukunft noch arbeiten (27. Juli)

Videoclip • 01:14 Min • Ab 12


Der Tech-Milliardär Elon Musk prophezeit einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar für SpaceX im Jahr 2030 – doch die Börse reagiert mit starken Kursverlusten. Warum die ambitionierten KI-Pläne auf Skepsis stoßen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elon Musk verspricht mit SpaceX eine Billion Dollar Jahresumsatz, doch die Wall Street straft seine Vision eiskalt ab.

  • Massive Investitionen in KI treiben die Verluste in die Höhe und lassen Anleger:innen an den ambitionierten Zielen zweifeln.

  • Der Absturz der Aktie zeigt, wie groß die Lücke zwischen Musks Versprechen und der aktuellen Realität ist.

Große Worte sind Elon Musk nicht fremd, doch diesmal kauft ihm die Wall Street seine Vision nicht ab: Nach der Ankündigung, SpaceX solle bereits 2030 die Marke von einer Billion Dollar Jahresumsatz knacken, sackte die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent ab. Ein Jahr früher als ursprünglich geplant will der Tech-Milliardär dieses ehrgeizige Ziel nun erreichen – eine Prognose, die bei Investor:innen mehr Zweifel als Begeisterung auslöst.

Die Zahlen zeigen, wie weit Realität und Vision auseinanderklaffen: Im vergangenen Quartal erwirtschaftete SpaceX Erlöse von 7,8 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 92 Prozent im Jahresvergleich, aber noch meilenweit von der Billionen-Marke entfernt. Zum Vergleich: Selbst Amazon, der aktuell größte Handels- und Cloud-Riese, kam im vergangenen Jahr auf knapp 717 Milliarden Dollar Umsatz.


KI als Wachstumsmotor – mit hohen Kosten

Das explosive Wachstum soll laut Musk vor allem aus dem Geschäft mit Künstlicher Intelligenz kommen. Die KI-Sparte machte im vergangenen Quartal 2,56 Milliarden Dollar Umsatz – verschlang aber gleichzeitig 15,8 Milliarden Dollar an Investitionen, hauptsächlich für den Ausbau von Rechenzentren. Unter dem Strich stand ein Quartalsverlust von 541 Millionen Dollar, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar im Vorjahr.

Der aktuelle Geldbringer bleibt Starlink: Der Satelliten-Internetdienst steigerte seine Erlöse im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Dollar. Die Zahl der Kund:innen wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen. Top-Managerin Gwynne Shotwell zeigte sich überzeugt, dass Starlink mit neuen leistungsstärkeren Satelliten den großen Mobilfunk-Anbietern Kunden abjagen könne.

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Starship als Hoffnungsträger

Eine zentrale Säule von Musks Zukunftsvision ist die Riesenrakete Starship, die aktuell noch Testflüge absolviert. Damit peile SpaceX die Marke von einer Million Tonnen Nutzlast jährlich und "potenziell zehn Millionen Tonnen" an, kündigte Musk an. "Wahrscheinlich" in einem Jahr werde man Starship "mindestens einmal pro Tag" starten sehen – und möglicherweise öfter.


Die SpaceX-Aktie, die Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen war, steht bereits seit Wochen unter Druck. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar hatte sich das Unternehmen eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar gegeben – ein krasser Kontrast zum aktuellen Geschäft. Nach einem anfänglichen Höhenflug bis auf gut 225 Dollar rutschte die Aktie inzwischen unter den Ausgabepreis und ging am Dienstag (4. August) bei rund 125 Dollar aus dem regulären US-Handel.

Am Donnerstag (6. August) läuft zudem die Haltefrist für weitere Aktien von Firmeninsider:innen und frühen Investor:innen aus, die dann in den Handel kommen könnten – ein höheres Angebot könnte bei gleichbleibender Nachfrage zu weiteren Kursverlusten führen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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