Expertin sieht Tesla unter Druck
Musk als Stolperstein? Warum Tesla-Aktien jetzt massiv einbrechen
Aktualisiert:
von Emre BölükbasiElon Musks (links) Tech-Unternehmen erlebt einen rasanten Einbruch an der Börse.
Bild: REUTERS
Einst galt Elon Musk als innovatives Tech-Genie, doch ausgerechnet er selbst könnte jetzt eine Belastung für sein Unternehmen Tesla sein. Eine Professorin der Automobilwirtschaft erklärt, wie das gehen kann.
Das Wichtigste in Kürze
Tesla musste kürzlich einen starken Einbruch der Aktiven verkraften.
Eine Expertin verrät, wie das mit dem Tesla-Boss Elon Musk zusammenhängt.
Sie erklärt, warum das Unternehmen auch in Zukunft unter Druck stehen könnte.
Die Tesla-Talfahrt reißt nicht ab. Im Gegenteil: Sie beschleunigt sich sogar. Warum krachte die Aktie des Tech-Unternehmens jetzt aber so gewaltig ein? Ein Grund dafür ist ausgerechnet der Tesla-Boss Elon Musk selbst, verrät Helena Wisbert, Professorin für Automobilwirtschaft, im Gespräch mit :newstime.
Großer Imageschaden
"Tesla ist jetzt sehr stark unter Druck geraten und verkauft weniger Autos, obwohl derMarkt für Elektroautosjetzt gewachsen ist", stellt Wisbert klar. "Das liegt zum einen daran, dass die Modelle zum Teil jetzt im Modellwechsel sind, also neue Varianten bekommen und auf der anderen Seite, dass Elon Musk durch sein politisches Engagementdas Image der Marke Tesla gerade wirklich schädigt."
Als Gesicht des Tech-Unternehmens habe Musk stets als eine Art Corporate Influencer agiert - als Markenbotschafter also. "Jetzt macht er eben alles andere als Werbung für die Marke Tesla und zerstört zum Teil das Image des innovativen Automobilherstellers", hebt die Expertin hervor.
"Keine positiven Vorzeichen für Tesla"
Eine Hiobsbotschaft für das Unternehmen, das bislang als führende Marke in derE-Auto-Branche galt? "Die Wettbewerber, die haben jetzt nachgezogen und sind zum Teil auf Tesla-Niveau, was die Software angeht, die Reichweite angeht", erklärt Wisbert. Die Folge: Mehrere Konkurrenten hätten Tesla die Kund:innen zum Teil abgeworben.
Und das, obwohl viele Beobachter davon ausgegangen waren, dass Musks Geschäft von seiner Nähe zum US-Präsidenten Donald Trumpprofitieren könnte. Wisbert sieht das ganz anders. "Zurzeit sieht es aber eher so aus, dass der Ruf nach den konventionellen Verbrennern wieder lauter wird und eben die Elektroautos auch in den USA wieder einen schlechteren Stand haben. Das sind keine positiven Vorzeichen für Tesla in den USA."
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