"True Believers"

Krypto-Währungen stürzen ab:  Anleger glauben weiter an hohe Gewinne

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Dem Steuerprivileg beim Bitcoin droht das Aus

Videoclip • 01:24 Min • Ab 12


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Bitcoin, Ethereum und Co. mussten in diesem Jahr hohe Kursverluste hinnehmen. Privatanleger:innen schreckt das offenbar nicht ab.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Trotz hoher Kursverluste haben Anleger:innen einer Umfrage zufolge bei Krypto-Währungen nachgekauft.

  • Zwei Drittel der Befragten waren Kleinanleger:innen.

  • Die Mehrheit ist offenbar überzeugt, dass dies nur ein Zwischentief ist.

Die zuletzt hohen Kursverluste und Schwankungen auf dem Kryptomarkt erschüttern einer Umfrage zufolge nicht den Glauben der Privatanleger:innen an Bitcoin und andere virtuelle Währungen.

Nach dem alljährlichen internationalen "Crypto Survey" des Beratungsunternehmens Strategy& haben nur gut 17 Prozent der Anleger:innen ihre Investments im Januar und Februar reduziert, als die Kryptowährungen besonders schnell an Wert verloren. Doch 20 Prozent erhöhten ihre Positionen sogar, und immerhin fast 36 Prozent verkauften zwar anfänglich - legten nach den Kursrutschen jedoch wieder nach.

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Abwärtstrend in diesem Jahr

Das zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC gehörende Unternehmen ließ im März und April 2.500 Krypto-Anleger in fünf Ländern befragen: USA, Deutschland, Niederlande, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Zwei Drittel der Befragten sind Kleinanleger:innen, die höchstens 10.000 Dollar beziehungsweise Euro für Kryptokäufe ausgegeben haben.

Bitcoin hatte im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von über 115.000 Dollar erreicht, bis Anfang Februar hatte die virtuelle Währung dann in Dollar nahezu die Hälfte ihres Werts verloren, im Euroraum dank Wechselkurseffekts sogar mehr als die Hälfte. Seither ist es mit einigen Aufs und Abs nicht mehr aufwärtsgegangen, am Freitagnachmittag (05. Juni) fiel der Kurs unter 61.000 Dollar.

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... doch das stört viele Anleger nicht

Doch die Mehrheit der Krypto-Anleger:innen ist offenbar überzeugt, dass das nur ein Zwischentief ist. Die 500 deutschen Befragten hoffen im Schnitt auf einen Bitcoin-Preis von rund 538.000 Dollar bis Ende 2030. Damit sind die hiesigen Anleger:innen sogar vergleichsweise zurückhaltend: Im Schnitt der fünf Länder hoffen die Befragten sogar auf einen Kurs von rund 854.000 Dollar.

"Krypto-Anleger und -anlegerinnen bleiben "True Believers", sagte Philipp Wackerbeck, einer der Autoren der Studie und globaler Leiter des Bereichs Finanzdienstleistungen bei Strategy&. "Sie halten trotz Crash und Kursschwankungen an den eigenen Beständen fest, denken langfristig und entwickeln ein Anlageverhalten, das sich immer mehr dem Umgang mit traditionellen Anlageklassen wie Aktien oder Fonds annähert."


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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