Laut Umfrage
Union stürzt auf 21 Prozent ab – Merz gerät stärker unter Druck
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Merz vor dem Aus? Neue Umfrage überrascht
Videoclip • 01:10 Min • Ab 12
Für CDU und CSU ist es ein neuer Tiefpunkt: In der aktuellen Insa-Erhebung fällt die Union auf 21 Prozent und erreicht damit den schwächsten Wert seit Ende 2021.
Das Wichtigste in Kürze
Die Union rutscht in der Wählergunst auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.
Laut einer neuen Insa-Umfrage kommen CDU und CSU nur noch auf 21 Prozent.
Auch Kanzler Friedrich Merz verliert deutlich an Rückhalt.
Die Union ist in einer aktuellen Insa-Umfrage auf den tiefsten Wert seit vier Jahren gefallen. CDU und CSU kommen nur noch auf 21 Prozent und verlieren damit im Vergleich zur Vorwoche einen weiteren Prozentpunkt. Damit erreicht die Partei ihren schwächsten Stand seit Ende 2021.
Besonders brisant: Während die Union weiter an Zustimmung einbüßt, bleibt das Kräfteverhältnis bei den anderen Parteien nahezu unverändert. Die AfD liegt mit 29 Prozent weiterhin klar vorn. Dahinter folgen die Grünen mit 14 Prozent, die SPD mit 12 Prozent und die Linkspartei mit 11 Prozent.
Für kleinere Parteien zeichnet die Erhebung ein ebenfalls ernüchterndes Bild. Sowohl das BSW als auch die FDP kommen jeweils nur auf drei Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen zusammen sieben Prozent und legen damit leicht zu. Insgesamt zeigt die Umfrage vor allem eines: Die Schwäche der Union nutzt derzeit nicht automatisch den etablierten Konkurrenten.
Überwältigende Mehrheit unzufrieden mit Merz
Zusätzlichen Druck erzeugen die persönlichen Werte von Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Verdruss über den CDU-Politiker nimmt laut Umfrage weiter zu. 77 Prozent der Befragten geben an, mit seiner Arbeit unzufrieden zu sein – das sind sechs Punkte mehr als noch bei der vorherigen Erhebung Ende April.
Bereits Gerüchte über Ersatzkanzler für Merz
Nur noch 15 Prozent zeigen sich demnach mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden, ein Rückgang um vier Punkte binnen weniger Wochen. Für die Union ist das ein doppeltes Warnsignal: Sie verliert nicht nur als Partei an Rückhalt, sondern auch ihr Kanzler büßt spürbar an Zustimmung ein. Zuletzt hatte es bereits Spekulationen darüber gegeben, dass Merz durch einen Ersatzkanzler abgelöst werden könnte. NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst wurde dabei als aussichtsreichster Kandidat genannt. Der CDU-Politiker dementierte jedoch derartige Gerüchte vehement.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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