Drohnenkrieg
Ukraine attackiert Raffinerie in Samara
Veröffentlicht:
von Damian Rausch:newstime
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Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Die Ukraine hat erneut Ziele der russischen Ölindustrie angegriffen. In der Region Samara kam nach russischen Angaben ein Mann ums Leben. Die Attacken sollen Moskaus Treibstoffversorgung weiter unter Druck setzen.
Das Wichtigste in Kürze
Bei ukrainischen Drohnenangriffen im russischen Gebiet Samara ist nach Behördenangaben ein Mann getötet worden. Drei weitere Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt.
Russland erklärte, in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben.
Die wiederholten Angriffe auf Raffinerien sollen die russische Treibstoffversorgung und Logistik schwächen.
Nach ukrainischen Drohnenangriffen meldet Russland einen Toten und mehrere Verletzte im Gebiet Samara. Nach Behördenangaben kam ein Mann ums Leben, drei weitere Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew sprach zudem von Schäden an Wohnhäusern und einem Industrieobjekt.
Nach Angaben des unabhängigen Internetportals "Astra" handelt es sich dabei um die Ölraffinerie in Sysran. Ausgewertete Bilder und Videos aus sozialen Netzwerken zeigen dort mehrere große Brände. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff und erklärte, auf dem Gelände seien Explosionen und Brände registriert worden.
Nach ukrainischen Angaben wurden außerdem zehn Öltanker und vier Fähren im Asowschen Meer getroffen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben. Das entspricht in etwa dem Umfang der Angriffe der vergangenen Tage.
Auch in den News:
Sysran sehr oft im Visier
Die Ölraffinerie in Sysran ist bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe gewesen. Zuletzt musste die Anlage mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen nach einem Drohnenangriff Ende Mai den Betrieb einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin.
Nach ukrainischer Darstellung sollen die wiederholten Angriffe Russlands Treibstoffversorgung schwächen. Berichten zufolge kommt es inzwischen regional zu Engpässen, an manchen Tankstellen wird Kraftstoff nur noch begrenzt ausgegeben. Kiew verfolgt diese Strategie nach eigenen Angaben, um den militärischen und wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erhöhen. Russland fordert für einen Frieden unter anderem die Abtretung ukrainischer Gebiete, die die russischen Streitkräfte auch mehr als vier Jahre nach Beginn der Invasion nicht vollständig unter ihre Kontrolle bringen konnten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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