Ukraine-Krieg
Raketenalarm in Kiew: Russland intensiviert Luftangriffe
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Kiew unter massiven Beschuss
Videoclip • 01:48 Min • Ab 12
Russland hat die ukrainische Hauptstadt erneut mit zahlreichen ballistischen Raketen angegriffen. Die heftigen Explosionen halten die Bevölkerung in Atem.
Das Wichtigste in Kürze
Russland hat Kiew erneut mit einem groß angelegten Raketen- und Drohnenangriff attackiert.
Moskau erklärte, Betriebe zur Herstellung von Raketenkomponenten und ein Drohnenlager getroffen zu haben.
Auch die Hafenregion um Odessa wurde laut russischem Verteidigungsministerium angegriffen.
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit einem groß angelegten Angriff aus ballistischen Raketen und Drohnen attackiert. In der Nacht erschütterten zahlreiche Explosionen die Millionenstadt, wobei ein Großteil der Geschosse nach ukrainischen Angaben von der Luftabwehr abgefangen wurde.
Dennoch kam es zu mehreren Einschlägen, die Gebäude und Fahrzeuge beschädigten sowie Brände auslösten. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der schwersten Raketenangriffe auf Kiew seit Beginn des Krieges. Nach offiziellen Angaben wurde mindestens ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt.
Selenskyj setzt auf Raketenabwehr
Die Ukraine verteidigt sich seit Jahren gegen den russischen Angriffskrieg und setzt dabei auch auf moderne westliche Luftverteidigungssysteme. Nach Angaben der ukrainischen Führung werden jedoch dringend weitere Abfangraketen für das Patriot-System benötigt, um ballistische Raketen wirksam abwehren zu können.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Schutz vor diesen Angriffen als höchste Priorität und appellierte an die internationalen Partner, zugesagte Luftabwehrsysteme und Munition schnell bereitzustellen. Allein in dieser Woche habe Russland nach ukrainischen Angaben rund 1.450 Drohnen, mehr als 1.640 Gleitbomben sowie 99 Raketen und Marschflugkörper gegen das Land eingesetzt.
Auch in den News:
Logistikzentren in Russland angegriffen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums richteten sich die Angriffe in Kiew gegen ein Logistikzentrum sowie mehrere Betriebe, die an der Herstellung von Raketenbauteilen beteiligt sein sollen. Zudem sei im Umland der Hauptstadt eine Einrichtung getroffen worden, in der Komponenten für weitreichende Drohnen gelagert und verteilt worden seien.
Diese Angaben konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden. Auch im Raum Odessa habe Russland nach eigenen Angaben Ziele im Bereich der Hafeninfrastruktur sowie Lager für militärische Ausrüstung und Treibstoff angegriffen. Die Ukraine macht – ebenso wie Russland – grundsätzlich keine Angaben zu Schäden an militärisch genutzten Einrichtungen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Lichtshow am Nachthimmel
Perseiden 2026: Wann und wo du das Sternschnuppen-Spektakel am besten siehst

Nahost
Sperrzone um Gaza: Israel stoppt geplanten Siedler-Marsch

Neue Regelung
Mehr Nachhaltigkeit: EU stoppt Kleidervernichtung durch große Unternehmen

Umfragetief
ZDF-Politbarometer: Kanzler-Partei stürzt ab – Grüne und Linke ziehen an SPD vorbei

Die Lage im Überblick
Waffenruhe gescheitert: USA und Iran steuern auf neue Eskalation zu

Nach Drama um Timmy
Buckelwal Hartwin in Deutschland gesichtet? Ministerium äußert sich

