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Nach Gewinnsteigerung: Tesla kündigt Expansion in Deutschland an

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Tesla-Zulassungen in Europa explodieren

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


Die Nachfrage nach Elektroautos nimmt wieder zu und sorgt damit für bessere Aussichten bei Tesla. Das Unternehmen kann seine Produktionspläne dadurch optimistischer gestalten. Welche Erwartungen hat Tesla für die Zukunft?

Das Wichtigste in Kürze

  • Tesla konnte seinen Jahresüberschuss 2025 in Grünheide auf 77,1 Millionen Euro steigern.

  • Im Jahr 2025 produzierte das Werk 202.000 Fahrzeuge.

  • Das Tesla-Werk in Grünheide ist mit rund 11.000 Beschäftigten Brandenburgs größter Industriebetrieb.

Der US-Elektroautohersteller Tesla plant aufgrund der steigenden Nachfrage und höherer Gewinne einen deutlichen Ausbau seiner Produktion im Werk Grünheide bei Berlin. Laut dem Geschäftsbericht für 2025 rechnet das Unternehmen im Jahr 2026 mit einer deutlich höheren Produktionsmenge als im Vorjahr. Gleichzeitig soll die Auslastung des Werks weiter steigen. Bereits heute werden von Grünheide aus mehr als 30 Märkte beliefert, künftig sollen weitere hinzukommen.

Tesla verfolgt außerdem das Ziel, die Produktion auf bis zu 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu erhöhen und die Fertigung von Batteriezellen auszubauen. Dafür sollen rund 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Langfristig möchte das Unternehmen die gesamte Herstellung – von der Batteriezelle bis zum fertigen Fahrzeug – an einem Standort bündeln. Nach Angaben von Tesla wäre dieses Konzept in Europa einzigartig. Begünstigt werden die Ausbaupläne auch durch die wieder eingeführte staatliche Förderung für Elektroautos.

Ausbaupläne: Davon sind sie abhängig

Gleichzeitig weist Tesla auf mögliche Risiken für die weitere Entwicklung hin. Das Unternehmen warnt davor, dass sich zunehmende geopolitische Konflikte und deren wirtschaftliche Folgen – etwa Störungen in den Lieferketten – negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken könnten. Außerdem macht Tesla deutlich, dass der vollständige Ausbau der Batteriezellproduktion in Grünheide von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. Hintergrund ist, dass die Herstellung von Batteriezellen in Europa im Vergleich zu den USA und China derzeit mit größeren Herausforderungen verbunden ist.

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Tesla steigert Umsatz

Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte die Tesla-Tochter in Grünheide ihren Gewinn im Jahr 2025 deutlich steigern. Der Jahresüberschuss lag bei 77,1 Millionen Euro und damit rund 20 Millionen Euro über dem Wert von 2024. Gleichzeitig ging die Auslastung des Werks leicht von 56 auf 54 Prozent zurück. In Grünheide wird derzeit das Model Y gefertigt.

Auch die Umsätze entwickelten sich rückläufig: Sie sanken von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2025. Nach Angaben des Unternehmens hängt dies vor allem mit niedrigeren Produktionskosten zusammen. Insgesamt wurden 2025 rund 202.000 Fahrzeuge hergestellt, etwa 9.000 weniger als im Vorjahr. Als Gründe nennt Tesla unter anderem die Umstellung des Modells und die Einführung neuer Varianten. Dennoch sei es gelungen, die Produktion insgesamt stabil zu halten.

Das Werk in Grünheide wurde im März 2022 eröffnet und beschäftigte Ende 2025 einschließlich Leiharbeitskräften rund 11.000 Menschen. Damit ist es der größte Industriebetrieb Brandenburgs. Kritik kommt weiterhin von Umweltschützern, da sich Teile des Geländes in einem Wasserschutzgebiet befinden. Laut einer Untersuchung von Tesla habe die Fabrik jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Grundwasser.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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