Ausnahmezustand

Heftige Waldbrände in Spanien: Madrid ruft Notstand aus – verbessert sich die Lage?

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Waldbrände: Spanien ruft Notstand aus (24. Juli)

Videoclip • 01:30 Min • Ab 12


Heftige Waldbrände verwüsteten zehntausende Hektar Spaniens. Trotz der voranschreitenden Eindämmung ist die Gefahr des wohl größten Feuers der jüngsten Geschichte des Landes nicht gebannt.

Rund um Spaniens Hauptstadt Madrid wüten massive Waldbrände – nach ersten Schätzungen die größten der Geschichte des Landes seit 1968. Innenminister Fernando Grande-Marlaska warnt trotz langsamer Fortschritte bei der Bekämpfung vor verfrühtem Optimismus.

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"Die Lage bei den Bränden verbessert sich, aber nur langsam", betonte Grande-Marlaska. Der Brandherd um die Provinz Ávila nordwestlich von Madrid habe rund 47.000 Hektar erfasst. Das wären etwa 65.000 Fußballfelder. Sollten sich diese vorläufigen Schätzungen bestätigen, wäre das der größte Waldbrand seit Beginn der Erfassungen durch die Zentralregierung. Rekordhalter war bisher das Feuer von Larouco im Jahr 2025.

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Brand in Ávila mutmaßlich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst. Das teilten die zuständigen Behörden mit. Genauer war Medienberichten zufolge ein Mann in der Provinz wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden: Trotz des aufgrund der Hitzewelle erteilten Verbots habe er ein schweres Gerät benutzt und dadurch das Feuer ausgelöst.


Zehntausende Menschen betroffen

Auch in der Provinz Castellón im Osten Spaniens wütet seit Samstag (25. Juli) ein größeres Feuer. Etwa 16.000 Menschen aus verschiedenen Orten mussten evakuiert werden. Der Brand in der Region nahe Valencia hat bereits 6.500 Hektar zerstört.

Um den Großraum Madrid gibt es insgesamt drei verheerende Brände. Neben Ávila lodern westlich der Hauptstadt bei Sierra Oeste sowie südwestlich in der Provinz Toledo die Flammen. Insgesamt verwüstete das Feuer etwa 77.000 Hektar Wald- und Buschland, rund 90.000 Personen sind laut Innenministerium von Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen betroffen. Die Zentralregierung der autonomen Gemeinschaft Madrid hatte bereits den Notstand für die betroffenen Provinzen ausgerufen.

Mittlerweile sind alle Hauptfronten der Brände um Madrid nach Angaben der Militärischen Nothilfeeinheit (UME) eingedämmt. Dennoch bleiben mehrere Brandherde aktiv.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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